Angebot vorgelegt, Aktie haussiert: Finanzinvestor KKR will Axel Springer übernehmen

Das Verlagshaus Axel Springer holt sich den Finanzinvestor KKR ins Boot. Die Amerikaner sollen die Berliner bei ihrer Wachstumsstrategie unterstützen

Berlin. Axel Springer ("Bild", "Welt") rüstet sich für schwierigere Zeiten: Konzernchef Mathias Döpfner rechnet wegen einer vor allem durch den bevorstehenden Brexit eingetrübten Konjunktur, aber auch aufgrund der neuen Digitalsteuer in Frankreich mit nicht unerheblichen Turbulenzen. Am Dienstagabend schloss die Aktie bei einem Kurs von 56 Euro.

Die US-Investmentgesellschaft KKR will im großen Stil Aktien des Medienkonzerns Axel Springer übernehmen. Das Übernahmeangebot von KKR impliziert, dass Axel Springer einen Unternehmenswert von 6,8 Mrd Euro hat. Der Vorstandsvorsitzende des Medienkonzerns, Mathias Döpfner, bezeichnete die geplante Partnerschaft als "wichtigen und wegweisenden Schritt". "Ich kenne KKR-Chef Henry Kravis seit zwanzig Jahren", betonte er. Damit der Einstieg von KKR glückt, müssen Aktionäre mit einem Anteil von insgesamt mindestens 20 Prozent zustimmen. Er nannte KKR einen "langfristig orientierten Partner". "Die Quartalsperspektive passt nicht mehr", sagte Döpfner.

KKR sei mit seiner Erfahrung in der Medienbranche und der Digitalisierung der richtige Partner, um die Wachstumsstrategie des Konzerns voranzutreiben, erklärte der Verlag. In dem in den vergangenen Jahren stark ausgebauten Digitalgeschäft kommen die Belastungen zum Tragen. Die Technologieunternehmen sind Konkurrenten auf dem Markt für digitale Anzeigen. Für 2020 sollen die Finanzzahlen laut Finanzvorstand Deutz aufgrund von Investitionen nochmal niedriger ausfallen als dieses Jahr. Es ist von einer langfristigen Partnerschaft zwischen den Unternehmen die Rede, zunächst jedoch auf fünf Jahre ausgelegt. Das Geschäft läuft allerdings weiterhin schleppend, für 2019 erwartet Springer einen operativen Verlust (bereinigtes Ebitda). Denn die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verlaufe aktuell "schwächer als geplant". Auch die übrigen Vorstände wollen ihre Aktien nicht verkaufen. Auch Vorstandschef Döpfner wird seinen Anteil von 2,8 Prozent nicht abgeben. Die Springer-Enkel Ariane und Axel Sven Springer halten zusammen rund 10 Prozent. Die Angebotsunterlage muss noch von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) genehmigt werden. Knapp 45 Prozent der Springer-Aktien sind im Streubesitz. Der Investor besitzt ein Fondsvolumen von rund 200 Milliarden US-Dollar. Darin steht, dass Vorstand und Aufsichtsrat das Angebot unterstützen. Ohne die Zustimmung von Mehrheitsgesellschafterin Friede Springer wird laut Döpfner auch künftig im Konzern keine Entscheidung fallen. "Unsere journalistischen Prinzipien und unsere Unternehmenskultur bleiben die Grundlage, auf die wir bauen und in die wir vertrauen".

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