Japanischer Premier auf Vermittlungsmission in Teheran

Japans Premier Shinzo Abe und der iranische Präsident Hassan Rohani bei dem Wirtschaftsforum in Davos 2014

Er wurde am Mittwoch am Mehrabad-Flughafen der iranischen Hauptstadt von Aussenminister Mohammad Javad Zarif empfangen. Nun will der japanische Premier sich als neutraler Vermittler zwischen den USA und Iran positionieren. "Aber (US-Präsident Donald) Trump ist einer Botschaft oder einer Antwort nicht würdig", fügte der Ajatollah hinzu. Er möchte zunächst einmal Teheran - auch nach dem einseitigen Ausstieg der USA - im Wiener Atomabkommen von 2015 halten. "Wieso sollte Teheran sich auf erneute Verhandlungen mit solch einer Person einlassen", fragte Chamenei.

Allerdings verlangte Ruhani als Vorleistung die Wiederaufnahme von Gesprächen, dass die USA zum Atomdeal zurückkehren und ihre Sanktionen gegen den Iran aufheben. Es stellt die iranische Atomindustrie unter Kontrolle und sagt den Abbau westlicher Wirtschaftssanktionen zu. Außerdem sei es Trumps Ziel, einen Regimewechsel in Iran zu erzwingen. Vor einem Monat stellte auch Iran das Abkommen infrage und setzte den anderen Vertragspartnern eine Frist bis zum 7. Juli, um die in dem Atomabkommen vereinbarten wirtschaftlichen Verpflichtungen zu erfüllen.

Abe ist der erste japanische Regierungschef, der den Iran seit der Islamischen Revolution vor vierzig Jahren besucht.

Teheran und Tokio unterhalten gute Beziehungen, Japan ist ein wichtiger Abnehmer iranischen Erdöls. Wegen der gegen den Iran verhängten US-Handelssanktionen musste es die Importe jedoch stoppen.

Ruhani machte dagegen den "Wirtschaftskrieg" der USA für die Spannungen verantwortlich. Auf der Agenda seines zweitägigen Besuchs stehen Gespräche mit Präsident Hassan Rouhani und dem obersten Führer des Landes, Ajatollah Ali Chamenei, der nach der Verfassung das letzte Wort in allen strategischen Belangen hat. Der Iran werde niemals einen Krieg beginnen, doch auf einen Angriff eine "furchtbare Antwort" geben, warnte er.

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