Trump würde schädliche Informationen über Rivalen annehmen - Ausland

US-Präsident Donald Trump

"Das ist keine Einmischung in die amerikanische Politik", sagte Trump.

Trump machte nun deutlich, dass er an Kontakten im Wahlkampf zu ausländischen Regierungen weiterhin grundsätzlich nichts Falsches sieht. "Es sind Informationen, und ich denke, ich würde es nehmen".

Trump sagte, dies seien schlicht Nachforschungen über den politischen Gegner - und solche Nachforschungen seien durchaus üblich, auch unter Mitgliedern des Kongresses. "Ganz ehrlich, sprechen Sie einmal mit Kongressabgeordneten, die tun das alle, schon immer", sagte Trump - eine Behauptung, für die es keinerlei Belege gibt. Nur falls er das Gefühl hätte, dass etwas faul sei, würde er das FBI einschalten. "Der FBI-Direktor liegt falsch", sagte der Präsident, und: "So läuft das Leben nicht". Erstens habe die Bundespolizei "gar nicht genug Agenten", um solchen Dingen nachzugehen.

Washington - US-Präsident Donald Trump würde im Wahlkampf durchaus von ausländischen Stellen Informationen annehmen, die seinem Gegner schaden würden.

Das Interview wurde im Oval Office aufgenommen. Die Passage zu diesem Thema dauert keine zwei Minuten - aber sie hat in den Augen von Beobachtern durchaus politische Sprengkraft.

Im Wahlkampf ist für Donald Trump scheinbar alles erlaubt: Wenn China oder Russland ihm Informationen über seine Rivalen anbieten, würde er das nicht ablehnen. Der Interviewer George Stephanopoulos hatte den US-Präsidenten gefragt, ob er, wenn im Wahlkampf 2020 ein Ausländer auf ihn zukäme, um ihm schmutzige Geheimnisse über einen Rivalen zu verraten, nichts gegen diese Wahlkampfhilfe einzuwenden hätte. Er ging dabei auf Konfrontationskurs zu FBI-Chef Christopher Wray. "Es ist eine Bedrohung für unsere nationale Sicherheit".

Parallel dazu lud der Geheimdienstausschuss Trumps Ex-Sicherheitsberater Michael Flynn und Rick Gates vor, der über beste Kontakte nach Moskau verfügt und ein Partner des zu sieben Jahren Haft verurteilten früheren Wahlkampfmanagers Paul Manafort ist.

Der US-Präsident überrascht mit Aussagen, wie er auf Wahl-Einmischung reagieren würde.

Dagegen entlastete Mueller den Präsidenten ausdrücklich nicht von dem Verdacht, die Ermittlungen zu den Russland-Kontakten in strafrechtlich relevanter Weise behindert zu haben. Mueller beschrieb in seinem Report zudem akribisch russische Versuche, Trump zu helfen und die Kampagne von dessen Kontrahentin Clinton zu untergraben. Die russische Regierung wies derlei Vorwürfe bisher konsequent zurück. Nachdem Mueller seinen Abschlussbericht vorgelegt hatte, posaunte Trump heraus: "Keine Verschwörung, keine Justizbehinderung". Beweise für eine Straftat lägen aber nicht vor. Zusätzlich zeigt der Bericht, wie Donald Trump die Ermittlungsarbeit von James Comey und Robert Mueller mehrfach behindern wollte. Am Dienstag wollten die Demokraten im Justizausschuss eine Serie von Anhörungen starten, für die sie hochkarätige Zeugen vorgeladen hatten, um über eine mögliche Justizbehinderung durch Trump in der Russland-Affäre zu sprechen. Mit dieser kuriosen Aussage gab der US-Präsident in aller Öffentlichkeit zu verstehen, dass er sich um das Gesetz foutiert, wenn es um Vorteile bei den Präsidentschaftswahlen 2020 geht.

Dort treiben die Demokraten auch nach dem Abschluss von Muellers Arbeit diverse Untersuchungen gegen Trump und dessen Umfeld voran. Pelosis Strategie zielt vielmehr darauf ab, Trump mit verschiedenen Untersuchungen in den Ausschüssen des Repräsentantenhauses unter Druck zu setzen.

Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Elizabeth Warren äußerte sich empört über die neuen Äußerungen Trumps.

Als Erfolg feierte der Vorsitzende des Justizausschusses im Repräsentantenhaus, Jerry Nadler, das für Mittwoch angekündigte Erscheinen der früheren Kommunikationsdirektorin des Weißen Hauses, Hope Hicks.

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