VW: Volkswagen investiert 900 Millionen Euro - in dieses Unternehmen

E-Autos gehört die Zukunft. Darauf setzt auch Volkswagen

Volkswagen hatte bereits im April mitgeteilt, mit Northvolt zusammen rund eine Milliarde Euro in ein gemeinsames Batteriezellwerk in Salzgitter investieren zu wollen.

Northvolt ist ein europäischer Hersteller von nachhaltigen, hochwertigen Batteriezellen und -systemen. Zu den industriellen Partnern und Kunden von Northvolt zählen neben der Volkswagen AG auch Scania, ABB, BMW, Siemens, Vattenfall und Vestas.

Mit diesen Investments in Northvolt untermauert VW die strategische Kehrtwende, die der neuen Konzernchef Herbert Diess vollzogen hat: Hatte Ex-CEO Matthias Müller noch im Sommer 2016 gegenüber dem "Handelsblatt" erklärt, dass VW "so einen Blödsinn" - gemeint war der Bau einer Batteriefabrik - "sicherlich nicht machen wird", stellt sich die Lage jetzt gänzlich anders dar: Laut VW-Beschaffungsvorstand Stefan Sommer steht die Kooperation mit Northvolt im Kontext von VWs Elektro-Strategie mit dem Ziel, die Batteriezellenproduktion jetzt doch nach Deutschland zu holen. Ein Teil der Anteile geht direkt an das schwedische Start-up. Die Wolfsburger übernehmen dafür 20 Prozent am Batteriezellhersteller und erhalten einen Sitz im Aufsichtsrat. Allerdings zeigten sich auch kräftige Bremsspuren: Viele Unternehmen wurden mit rückläufigen Margen konfrontiert.

Der Autobauer will im Laufe des Jahres ein Joint Venture mit dem schwedischen Battteriehersteller gründen.

Volkswagen beteiligt sich an Northvolt AB sowie eine Batteriezellen-Fabrik mit einem Volumen von zunächst 16 Gigawattstunden auf. Mit einem Partner wolle man spätestens Anfang 2023 dort die Produktion starten. Der Zeitplan verschiebt sich nun wohl nach hinten: Das Werk soll frühestens ab 2020 gebaut werden, die Fertigung der Zellen dann um den Jahreswechsel 2023/2024 losgehen.

Der Volkswagen Konzern hat im Rahmen seiner Elektrifizierungsstrategie allein in Europa nach eigenen Angaben einen jährlichen Bedarf von mehr als 150 Gigawattstunden ab 2025 - und in Asien ebenfalls in gleicher Größenordnung.

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