WhatsApp: Medien wollen Panik schüren wegen Newsletter-Verbot

Tja das war's dann wohl mit dem cleveren Newsletter-Versand

Was bedeutet: Auch bisher war der Versand von Newslettern nicht gestattet, wurde nur geduldet.

Whatsapp diene ausschliesslich dem privaten Messaging und der Kommunikation zwischen Unternehmen und Einzelpersonen, betont der Anbieter weiter.

WhatsApp hat angekündigt, im Dezember ein Datenschutz-Thema anzugehen. WhatsApp soll bei der brasilianischen Präsidentenwahl 2018 sogar wahlentscheidend gewesen sein. Bei Nichtbefolgung droht nicht nur der Rausschmiss, sondern auch rechtliche Konsequenzen. Nachdem bekannt geworden war, dass Wahlberechtigte in Indien und Brasilien während der jeweiligen Wahlkämpfe ungefragt mit Spam-Nachrichten beeinflusst worden waren, stand das Unternehmen unter enormem Handlungszwang.

Konkret plant WhatsApp, ab 7. Dezember 2019 auch in Deutschland sogenannte Newsletter und Massen-Nachrichten nicht mehr zuzulassen.

Verboten waren Massen-Messages in den Nutzungsbestimmungen von Whatsapp schon immer, aber bisher hätten Unternehmen die Machine-Learning-Mechanismen zur Abwehr von "Bulk Messaging" und "Automated Behavior" sowie "Non-Personal Use" immer wieder zu umgehen gewusst, merkt Facebook in den Whatsapp-FAQ an.

Anders sieht es aus, wenn Unternehmen die WhatsApp Business App oder die WhatsApp Business API benutzen, die der Messengerdienst für Firmen anbietet, um Nachrichten an Kunden zu verschicken. "Wir verpflichten uns hiermit, den privaten Charakter unserer Plattform zu stärken und die User vor Missbrauch zu schützen", schreibt WhatsApp in seiner Mitteilung. Und auch Firmen, die nicht auf WhatsApp zur Kundenkommunikation verzichten wollen, werden nach dieser Entscheidung umdenken und auf die von WhatsApp selbst angebotenen Business-Lösungen zurückgreifen müssen.

Die Maßnahme dürfte Medienverlage hart treffen, die WhatsApp als Plattform für eine Art Push-Nachrichtendienst verwenden und damit vor allem ein jüngeres Zielpublikum erreichen.

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