Anschläge in Sri Lanka: Hauptverdächtiger im Nahen Osten festgenommen

Nach den Anschlägen in Sri Lanka

In Sri Lanka ist ein Hauptverdächtiger der verheerenden Anschläge auf Christen vom Ostersonntag mit mehr als 250 Toten in Haft genommen worden. Der 29-Jährige aus Sri Lanka wurde laut Interpol im Nahen Osten festgenommen und mit vier weiteren Verdächtigen ausgeliefert. Der 29 Jahre alte Ahamed Milhan Hayathu Mohamed wurde mit sogenannter Red Notice wegen Terrorismus und Mordes von der Polizeiorganisation gesucht. Interpol gab keine Details darüber bekannt, in welchem Land er im Nahen Osten gefasst wurde. Milhan wurde zudem im Zusammenhang mit der Tötung zweier Polizisten im Osten Sri Lankas gesucht, wo NTJ-Anführer Zahran Hashim seine Basis hatte. Das Team wurde auf Ersuchen der sri-lankischen Behörden eingesetzt und solle die Ermittlungen nach der Anschlagsserie unterstützen.

Die Behörden in Sri Lanka haben nach den Anschlägen auf christliche Kirchen und Luxushotels mehr als hundert Verdächtige mit Verbindungen zur NTJ und zu Hashim festgenommen. Es bestand aus Spezialisten für Tatortuntersuchung, Sprengstoffanalyse, Terrorbekämpfung und Opferidentifizierung.

Laut Angaben der Regierung gehörten die Selbstmordattentäter der gehobenen Mittelschicht an. Die Terrormiliz IS erklärte, die Anschläge seien in ihrem Namen verübt worden. Er war einer der Männer, die sich in die Luft sprengten. Indische Geheimdienste hatten Sri Lanka im Voraus über Anschlagspläne von Zahrans Gruppe gewarnt.

Nach den Anschlägen war es in Sri Lanka zu Unruhen gekommen. Schon seit geraumer Zeit hatte es Spannungen und Gewalt zwischen Singhalesen und der muslimischen Minderheit gegeben - diese macht rund zehn Prozent der knapp 21 Millionen Sri Lanker aus. Nach den verheerenden Anschlägen durch Islamisten am Ostersonntag hatten einige Muslime Sorge über mögliche Vergeltungstaten geäußert. Mindestens ein Mann wurde bei antimuslimischen Ausschreitungen getötet.

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