VW will mit Traton-Börsengang knapp 2 Mrd. Euro einspielen

VW will mit Traton-Börsengang knapp 2 Mrd. Euro einspielen

VW bringt nur einen kleinen Teil seiner Nutzfahrzeugsparte Traton an die Börse - zu unsicher ist der Zuspruch.

Traton-Anteilsscheine sollen in Frankfurt für 27 bis 33 Euro je Stück an die neuen Aktionäre gehen.

Bei dem Börsengang peilt VW eine Gesamtbewertung der Sparte zwischen 13,5 Milliarden und 16,5 Milliarden Euro an, heißt es in einer Konzernmitteilung am Freitag. Der erste Handelstag ist für den 28. Juni geplant.

"Der Börsengang hat das klare Ziel, Mehrwert für unsere Stakeholder zu schaffen", sagte VW-Finanzvorstand Frank Witter. Im März hatte VW den Börsengang von TRATON wegen des schwachen Börsenumfeldes zwischenzeitlich überraschend auf Eis gelegt. Abhängig von der endgültigen Anzahl der platzierten Anteilscheine und dem Ausgabepreis liege das Gesamtangebotsvolumen zwischen 1,55 und knapp 1,9 Milliarden Euro.

Volkswagen erklärte, bei dem Sprung aufs Parkett würden zunächst 50 Millionen Aktien angeboten. Traton-Chef Andreas Renschler hatte zunächst ein Erlös von bis zu sechs Milliarden Euro für einen Anteil von 25 Prozent vorgeschwebt. Der Angebotszeitraum beginnt voraussichtlich am 17. Juni 2019 und endet am 27. Juni 2019.

Eigentlich hatte Volkswagen die Lkw-Sparte schon vor Ostern an die Börse bringen wollen. Unter Analysten und Investoren gilt es als einfacher, verschiedene Geschäfte unabhängig voneinander bewerten zu können.

Analyst Arndt Ellinghorst vom Londoner Investmenthaus Evercore ISI sieht den Teilbörsengang von Traton denn auch nur als ersten, wenn auch nötigen Schritt hin zu strukturellen Veränderungen in Wolfsburg. "Wichtiger ist, dass Traton endlich loslegen kann". Auch der Maschinenbauer Renk und der Großmotorenbauer MAN Energy Solutions stehen bei Diess auf dem Prüfstand. Auch der Verkauf der Motoradtochter Ducati, der 2017 abgeblasen wurde, könnte Insidern zufolge wieder auf den Tisch kommen. Der Konzern will unter dem Druck schärferer Klimaziele für die Autoindustrie in Europa den Umschwung hin zu Elektroautos beschleunigen.

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