Gottesdienst mit Helm in Notre-Dame

Nach dem verheerenden Brand der Kathedrale Notre-Dame

Zwei Monate nach dem Grossbrand von Notre-Dame hat erstmals wieder eine Messe in der Pariser Kathedrale stattgefunden.

Die Kathedrale ging am 15. April in Flammen auf.

Der Pariser Erzbischof Michel Aupetit begrüßte zwei Monate nach dem Brand wieder eine geschlossene Gesellschaft an Kirchgängern in Notre-Dame.

Der katholische Fernsehsender KTO übertrug die Messe. Die Messe sei ein sehr emotionaler Moment gewesen, erklärte der Geistliche anschließend - auch wenn alle Teilnehmer aus Sicherheitsgründen weiße Bauhelme tragen mussten.

Kirchenrektor Patrick Chauvet (links) begrüßt die Kirchgänger. Der Gottesdienst wurde nicht im weitgehend zerstörten Hauptschiff der Kirche, sondern in einer kleinen Seitenkapelle gefeiert.

Notre-Dame sei ein Ort der Gottesverehrung, sagte Erzbischof Aupetit in seiner Predigt.

Vor der Kathedrale verfolgten mehrere Menschen die Messe in einem Livestream.

Notre-Dame war bei einem verheerenden Brand Mitte April schwer beschädigt worden - das Dach wurde weitgehend zerstört, der Vierungsturm stürzte ein. Die Ursache ist bis heute unklar. Seitdem dauern die Arbeiten zur Absicherung von Notre-Dame an. Präsident Emmanuel Macron hat einen Wiederaufbau innerhalb von fünf Jahren versprochen. Auch aus Deutschland hatte es eine Welle der Unterstützung gegeben. Bisher sind erst 80 Millionen Euro ausgezahlt, also noch nicht einmal zehn Prozent des zugesagten Betrags, wie Frankreichs Kulturminister Franck Riester dem Fernsehsender France 2 sagte.

Das eingegangene Geld stammt nach Riesters Angaben vor allem von Privatleuten, die an die vier beauftragten Stiftungen gespendet haben. Noch nicht gezahlt haben dagegen die Großspender - darunter die französischen Milliardärsfamilien Arnault und Pinault, die 200 und 100 Millionen Euro versprochen haben. So will es die Regierung. Dies sei allerdings "normal", sagte Riester. "Die Spenden werden nach und nach je nach Fortschritt der Bauarbeiten fließen", betonte er. Derzeit würden Vereinbarungen mit den Spendern ausgearbeitet.

Insgesamt haben nach Angaben des Kulturministers rund 350.000 Spender Geld zugesagt - darunter sind auch deutsche Privatleute und Unternehmen, wie der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet am Freitag in Paris betonte.

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