EU folgt US-Vorwürfen gegen Iran nicht - WESER-KURIER

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Der Iran wies die Anschuldigungen zurück und deutete eine Verantwortung der USA an. Das sunnitische Königshaus sieht im schiitischen Iran einen Erzfeind und Rivalen in der Region und verschärft seit Wochen den Ton gegenüber Teheran.

Am 14. Mai griffen vom Iran unterstützte Stellvertreter mit bewaffneten Drohnen an und beschädigten zwei strategisch wichtige Ölpipelines in Saudi-Arabien.

Nach Angaben der norwegischen Reederei Frontline flogen die 23 Besatzungsmitglieder der "Front Altair" von der der iranischen Hafenstadt Bandar Abbas am Samstag nach Dubai. Offenbar wurden zwei Supertanker angegriffen - die "Front Altair" unter der Flagge der Marshallinseln und die "Kokuka Courageous", die unter der Flagge von Panama fährt. "Ich glaube, dass die Hauptaufgabe von Außenministern ist, Krieg zu vermeiden", sagte Asselborn. Zugleich betonte er: "Wir werden nicht zögern, jeder Bedrohung für unser Volk, unsere Souveränität und unsere lebenswichtigen Interessen zu begegnen".

Das Problem liege allein in Teheran.

Es soll ebenfalls zeigen, wie sich iranische Streitkräfte nach der Attacke mit einem Schnellboot der Revolutionsgarden (Typ "Gaschti") der deutschen "Kokuka Courageous" nähern und sich an dem Schiff zu schaffen machen, um eine nicht explodierte Haftmine zu entfernen.

US-Präsident Donald Trump untermauerte am Freitag (Ortszeit) die US-Sichtweise und sagte in einem Interview mit dem Sender Fox News: "Der Iran hat es getan". Zuvor hatte Großbritanniens Außenminister Jeremy Hunt gesagt, dass nach Einschätzung seiner Regierung mit "an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" der Iran hinter den Attacken stehe. UN-Generalsekretär Antonio Guterres hatte eine unabhängige internationale Untersuchung der Vorfälle am Persischen Golf gefordert. Die USA hatten zuvor ihre Truppen in der Golfregion unter Verweis auf eine angebliche Bedrohung durch den Iran massiv verstärkt. Eine mögliche Erklärung wäre demnach, dass der Sprengstoff geborgen werden sollte, um Spuren zu beseitigen. Der geschäftsführende US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan versprach, man wolle bald weitere Belege für diese Einschätzung liefern.

Zuletzt war nach der US-Regierung allerdings auch die britische Regierung zu dem Schluss gelangt, dass der Angriff auf die Schiffe von den iranischen Revolutionsgarden ausgeführt worden sein dürfte. Auch in Richtung der USA sagte er, dass "viel gedroht werde, auf beiden Seiten". Beweise legte aber auch Hunt nicht vor.

Die EU gab sich in Sachen Schuldzuweisungen vorsichtig. Der Leiter der Europa-Abteilung im Ministerium habe Botschafter Rob Macaire gesagt, dass die "anti-iranische" Erklärung Hunts "inakzeptabel" sei, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Der Iran habe auf die diplomatischen Bemühungen von Japans Regierungschef Shinzo Abe mit dem Angriff auf zwei Tanker reagiert, sagte der saudiarabische Kronprinz Muhammad bin Salman in einem am Sonntag veröffentlichten Zeitungsinterview. Sie versucht, Teheran seitdem mit massiven Wirtschaftssanktionen unter Druck zu setzen, um ein neues, strengeres und erweitertes Abkommen auszuhandeln. Der oberste Führer des Iran lehnte heute die Diplomatie von Premierminister Abe ab, indem er sagte, er habe keine Antwort auf Präsident Trump und werde nicht antworten.

Am Samstag hat der Iran den britischen Botschafter ins Außenministerium in Teheran einbestellt. Die anderen Vertragspartner Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China wollen zwar an dem Abkommen festhalten, haben aber nicht verhindern können, dass sich zahlreiche Unternehmen aus Angst vor den US-Sanktionen aus dem Iran zurückgezogen haben. Der Iran würde dann wieder über die bisher vereinbarte Obergrenze hinaus Uran anreichern.

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