Funktioniert auch in WhatsApp: Facebook plant globale Digitalwährung schon nächstes Jahr

Möchte sein Imperium ausbauen Mark Zuckerberg verlässt nach einem Gespräch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron den Elysee Palast in Paris

Mit Libra will Facebook Kryptowährungen jedenfalls aus der Nische holen und für eine breite Masse zum gängigen Zahlungsmittel machen. Hierfür würden die Nutzer nicht zwangsweise ein Facebook-Konto benötigen.

Die Kryptowährung soll nicht von Facebook, sondern von der Libra Association verwaltet werden, die ihren Sitz in der Schweizer Stadt Genf haben soll.

Facebook ist damit der nächste Technologieriese, der beim Zahlungsverkehr mitmischen will. Apple, Google und Samsung haben bereits eigene Dienste - keiner von ihnen setzt bisher jedoch auf eine Kryptowährung. Diese wurde von Facebook in Kooperation mit 27 Partnerunternehmen entwickelt, die diesen Weg der Finanzierung von Anfang an unterstützen werden.

Datenschutzbedenken auch bei "Libra": Facebooks ehrgeiziges Vorhaben könnte mit erheblichen Hürden konfrontiert werden. Demnach basiert die Währung auf einer sicheren skalierbaren und zuverlässigen Blockchain, sie wird durch Währungsreserven (in Dollar, Euro und Yen) gestützt und durch die unabhängige Libra Association gesteuert.

Die vollständige Liste der aktuellen Gründungsmitglieder der Libra Association lautet wie folgt: Mastercard, PayPal, PayU (Naspers' fintech arm), Stripe, Visa, Booking Holdings, eBay, Facebook/Calibra, Farfetch, Lyft, Mercado Pago, Spotify AB, Uber Technologies, Inc., Iliad, Vodafone Group, Anchorage, Bison Trails, Coinbase, Inc., Xapo Holdings Limited, Andreessen Horowitz, Breakthrough Initiatives, Ribbit Capital, Thrive Capital, Union Square Ventures, Creative Destruction Lab, Kiva, Mercy Corps, Women's World Banking. Dies soll über Währungsreserven gelingen, welche die Libra Foundation einsetzt, um die Währung im Zweifel stabil zu halten. Facebook will nur einer von vielen Wallet-Anbietern sein, dafür gründete das Online-Netzwerk die Tochterfirma Calibra mit Marcus an der Spitze. Facebook werde keinen Zugang zu den Transaktionsdaten haben, erklärte Facebook-Manager Marcus. "Transaktionen enthalten keine Verbindung zur Identität der Nutzer in der realen Welt", hieß es in einem Papier. "Es kann nicht sein, dass multinationale Unternehmen wie Facebook mit virtuellen Währungen de facto im rechtsfreien Raum agieren können". Zudem würden Migranten durch Auslandsüberweisungen pro Jahr 25 Milliarden Dollar an Gebühren bezahlen, wenn sie Geld an Familienmitglieder und andere nach Hause überweisen. Dabei ist die Gesamtzahl der Bitcoins, die produziert werden können, beschränkt. Das steigert den Energieverbrauch, und das knappe Angebot kann für Preissprünge sorgen. Inzwischen arbeitete sich der Bitcoin auch dank Gerüchten über Facebooks Pläne wieder auf mehr als 9000 Dollar vor. "Wir glauben, wenn wir Menschen zu den geringstmöglichen Kosten Zugang zu Geld verschaffen, so wie es das Internet in der Vergangenheit mit Informationen getan hat, kann das viel mehr Stabilität erzeugen, als wir bisher hatten", sagte Disparte der Nachrichtenagentur AFP. Während Facebook eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der Libra Blockchain und der Libra Association spielte, liegt die endgültige Entscheidungsbefugnis bei der gesamten Association.

Marcus war vor seinem Wechsel zu Facebook Chef des Bezahldienstes PayPal.

An der Wall Street gab es Vorschusslorbeeren: Im vorbörslichen Handel legte die Facebook-Aktie um 2,5 Prozent zu.

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