Huawei-Bann: Auch Chip-Hersteller fordern Lockerung der Sanktionen

Huawei-Bann: Auch Chip-Hersteller fordern Lockerung der Sanktionen

Die Gespräche über ein Handelsabkommen gehen allerdings weiter.

Qualcomm und Intel, US-Chiplieferanten von Huawei, wollen von der US-Regierung eine Lockerung des Embargos gegen den chinesischen Konzern. Diese zwei Argumentationslinien brachte sowohl das Intel- als auch das Xilinx-Management schon Ende Mai beim US-Handelsministerium vor, schreibt Reuters, auch Qualcomm habe interveniert. Daher kommt es nicht überraschend, dass nach Google auch andere Große Konzerne wie Qualcomm und Intel die US-Regierung versuchen, umzustimmen. Die Unternehmen argumentierten, dass Huawei-Produkte wie Smartphones und Computerserver gängige Teile verwendeten und es wahrscheinlich dabei nicht die gleichen Sicherheitsbedenken gebe wie bei der Ausrüstung für das neue 5G-Mobilfunknetz. "Es geht hier nicht darum, Huawei zu helfen".

Die USA hatten Huawei im Mai auf eine schwarze Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen. "Es geht darum, Schaden für amerikanische Unternehmen abzuwenden", sagte ein Insider.

Huawei hat 2018 rund 70 Milliarden Dollar für den Kauf von Komponenten ausgegeben. Da die Vorwürfe bislang nicht konkret belegt wurden, sehen viele Experten die Sanktionen im Kontext des Handelskonflikts zwischen den USA und China.

Huawei stellt sich wegen der US-Sanktionen gegen das Unternehmen nun auf einen kräftigen Rückgang der Geschäfte ein. Der amerikanische Chipkonzern Broadcom hatte kürzlich wegen des US-Handelsstreits mit China und den Huawei-Restriktionen seine Umsatzprognose für dieses Jahr um 2 Milliarden Dollar und damit 8 Prozent gesenkt. Er erwarte eine Erholung des Geschäfts im Jahr 2021. "In den nächsten beiden Jahren wird die Produktion um 30 Milliarden Dollar (26,6 Milliarden Euro) gekürzt", sagte Huawei-Gründer Ren Zhengfei am Montag bei einer Konferenz im chinesischen Shenzhen.

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