Xarelto: Bund warnt vor gefälschten Blutverdünnern - so erkennen Sie diese

Erst vor wenigen Tagen hatte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) auf Fälschungen des Arzneimittels Xarelto des Originalherstellers Bayer hingewiesen.

Die Blister der gefälschten Medikamente tragen das Bayer-Logo mehrmals aufgedruckt und aus jedem Winkel erkennbar.

Fälschungen des Gerinnungshemmers Xarelto: Welche Chargen sind betroffen?

Jetzt sind zwei weitere gefälschte Chargen des Gerinnungshemmers aufgetaucht.

Wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte aktuell warnt, sind derzeit drei Chargen von gefälschten Blutverdünnern im Umlauf.

Das Arzneimittel, das eigentlich von der Bayer AG hergestellt wird, ist ein Blut-Gerinnungshemmer.

Den Angaben zufolge sind die beiden weiteren gefälschten Chargen ebenfalls in polnisch-slowakischer Aufmachung und tragen die real existierenden Chargenbezeichnungen BXHUBD2 und BXHXL41 und jeweils das Verfallsdatum 09/2020.

Beim Originalprodukt sind die Perforationslinien deutlich sichtbar, bei den gefälschten Chargen BXHVHC3 und BXHXL41 sind die beiden Perforationslinien jedoch nicht erkennbar. Bei den gefälschten Chargen BXHVHC3 und BXHXL41 sind die beiden Perforationslinien nicht erkennbar (siehe Fotos vom 05.06.19).

Das Originalprodukt trägt das Bayer-Logo zwar auch mehrmals auf dem Blister, es ist aber nur im Streulicht schräg von der Seite betrachtet schwach erkennbar.

Das BfArM ermittelt weiter und hat nun alle Parallelvertreiber, Großhändler, Apotheker und Anwender darauf hingewiesen, die genannten Chargen zu überprüfen und bei Verdacht zu melden.

Die Untersuchungen sind in diesem Fall noch nicht abgeschlossen. Die Herkunft der Fälschung wird untersucht.

Das Bundesinstitut bleibt dran und steht nach eigenen Aussagen in Kontakt mit den Landesbehörden zur Überwachung des Verkehrs mit Arzneimitteln sowie mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA und wird sich bei weiteren Informationen melden. "Sie schützen deshalb vor der Bildung von Blutgerinnseln", erläutert das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) auf dem Portal "gesundheitsinformation.de". Letztere Bezeichnung ist aber nicht ganz korrekt, denn flüssiger wird das Blut dadurch nicht.

Solche Medikamente "werden eingesetzt, um das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken, die durch Blutgerinnsel verursacht werden".

Die Einnahme der Arzneimittel kann auch mit unerwünschten Nebenwirkungen einhergehen.

Zudem können sie laut Experten bei manchen Patienten Thrombosen fördern.

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