Literatur: Birgit Birnbacher gewinnt den heißen Bachmann-Preis

Autorin Ines Birkhan die österreichische Autorin Birgit Birnbacher und Autor Yannic Han Biao Federer

Der Ingeborg-Bachmann-Preis wird seit 1977 in Erinnerung an die in Klagenfurt geborene Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (1926-1973) verliehen. Eine Autorin - bisher nur als Regisseurin bekannt -, die beweist, was Klagenfurt im besten Fall sein kann: ein Ort der literarischen Entdeckungen und der Lust auf Überraschungen. Es war ein starkes Jahr für die teilnehmenden Österreicher: Die in Salzburg lebende österreichische Autorin Birgit Birnbacher (33) erhielt schließlich den mit 25.000 Euro dotierten Ingeborg-Bachmann-Preis für ihren sozialkritischen Text "Der Schrank".

Wer es am morgigen Sonntag auf die Shortlist von jenen sieben Autoren schaffen wird, die mit einem der fünf Preise rechnen können, ist unterdessen nach den Jury-Diskussionen der vergangenen drei Tage ziemlich klar. Ingeborg-Bachmann-Preis auszeichnete. In dieser Ich-Erzählung geht es um eine soziologische Studie und das plötzliche Erscheinen eines Schrankes. Weniger Jury-Glück hatte da Landsfrau Ines Birkhan, die mit ihrem Urzeit-Text durchfiel, auch Lukas Meschik konnte mit seiner Geschichte über das Sterben eines Vaters nicht überzeugen. Diese wurde in diesem Jahr reformiert und transparenter gestaltet. Die Größte löste der deutsche Autor Martin Beyer mit seinem Text "Und ich war dabei" aus, in dem er die Ermordung von Mitgliedern der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" aus der Sicht des Henkersknechts schilderte. Tage der deutschsprachigen Literatur für etliche Kontroversen auf der Bühne sorgten. Ein Großteil der Jury war sich schnell einig: Es sei ein Text, der so nicht geschrieben werden dürfe und in den Verdacht gerate, vom Leiden der Opfer profitieren zu wollen. Die Bachmann-Preis-Trägerin 2019 Birgit Birnbacher überzeugte "mit Überlebenskampf samt Schrank", wie ihre Lesung kommentiert wurde. Auf einen Preis kann der Autor nach dieser Diskussion nicht hoffen.

Der mit 10.000 Euro dotierte Kelag-Preis geht an Julia Jost, die ebenfalls in die Stichwahl mit Yannic Han Biao Federer ging.

Ronya Othmann gewann den per Internet-Voting ermittelten BKS-Bank-Publikumspreis in der Höhe von 7.000 Euro und das damit verbundene und mit 5.000 Euro dotierte Klagenfurter Stadtschreiberstipendium.

Der Juryvorsitzender Hubert Winkels meinte in seiner Abschlussrede, es sei ein gutes Bachmann-Jahr gewesen.

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