Tesla stellt neue Rekorde in Produktion auf

Nach einem schwachen ersten Quartal wurden die aktuellen Zahlen mit Spannung erwartet. Der Autobauer erreicht das Ziel von Chef Elon Musk

Das ist Balsam auf die Seele der geschundenen Anleger. Den Angaben zufolge lieferte Tesla im vergangenen Quartal insgesamt 95.200 Fahrzeuge aller Modelle aus, ein Plus von 51 Prozent zum ersten Quartal.

Prognostiziert worden waren nämlich 89.084. Damit übertraf das Unternehmen seinen bisherigen Rekord von 90.700 Autos aus dem letzten Quartal 2018. Das Unternehmen übergab allein von seinem Model 3 rund 77.550 Autos an die Kunden, Analysten hatten mit 73.144 gerechnet. Das Model S und Model X machen lediglich 17.650 Auslieferungen aus. Im vergangenen Jahr hatte Tesla knapp 250'000 Fahrzeuge ausgeliefert.

Am Markt kam die Nachricht gut an, die Aktie von Tesla Börsen-Chart zeigen legte nachbörslich zunächst um mehr als 7 Prozent zu.

Zuletzt hatte es in amerikanischen Medien immer wieder Berichte unter Berufung auf internen E-Mails von Tesla-Chef Musk zum angestrebten Rekordquartal gegeben. Zumindest nach aussen hin hatte Musk selbst die Hoffnung indes hin stets aufrechterhalten. Es bestehe noch immer eine "faire Chance", den bisherigen Bestwert zu knacken, sagte er zuletzt anlässlich des Aktionärstreffen im kalifornischen Palo Alto. Tesla hatte in Aussicht gestellt, in diesem Jahr 360.000 bis 400.000 Fahrzeuge auszuliefern - ein Ziel, das viele Analysten für schwer erreichbar halten.

Allerdings gibt es durchaus Zweifel, ob das Erreichen von Musks Ziel wirklich so beeindruckend ist. Trotz der gestiegenen Auslieferungen im zweiten Quartal bleibe die Börse skeptisch, urteilte Analyst Dan Ives von Wedbush. Hier blieben die Herausforderungen bestehen.

Seit Jahresbeginn hatten die Papiere rund ein Drittel ihres Wertes eingebüßt. Das erste Quartal war für die Kalifornier alles andere als erfolgreich gewesen: Logistikprobleme in internationalen Häfen und verringerte steuerliche Anreize in den USA, die die Nachfrage dämpften, hatten Tesla einen Verlust von 702 Millionen Dollar eingebrockt.

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