Bransons Weltraumfirma Virgin Galactic strebt an die Börse

Branson verkündet Börsengang:Virgin Galactic will vom Parkett ins All starten

Wie Bransons Unternehmen am Dienstag mitteilte, soll eine in New York gelistete Holding einen 49-prozentigen Anteil an der Firma des britischen Milliardärs übernehmen. Anteilseigner von Virgin Galactic erhalten rund eine Milliarde Dollar in Aktien des fusionierten Unternehmens sowie bis zu 300 Millionen Dollar in bar.

Das vom britischen Milliardär Richard Branson gegründete Raumfahrtunternehmen wäre das erste gelistete Unternehmen, das Touristen Flüge in den Weltraum ermöglichen will. Virgin Galactic geht laut dem Bericht davon aus, dass der Deal mit Social Capital Hedosophia dem Konzern genügend Kapital zur Verfügung stellen wird, um das Geschäft mit dem Weltraumtourismus ins Rollen zu bringen, bis seine Raumschiffe kommerziell betrieben und profitabel werden können.

Richard Branson hat bereits eine Milliarde Dollar in sein Weltraumtourismusprojekt investiert. Der Wert des zusammengeschlossenen Unternehmens soll sich zunächst inklusive Schulden auf 1,5 Milliarden Dollar (rund 1,34 Milliarden Euro) beziffern. Bei Abschluss der Transaktion werden die aktuellen Eigentümer von Virgin Galactic rund 51 Prozent an dem kombinierten Unternehmen halten. Genau wie die Herausforderung, Anteilsscheine eines Unternehmens am Markt zu platzieren, dessen Pläne nach einem fatalen Unfall mit Todesfolge während eines Probeflugs über Kalifornien im Jahr 2014 weit zurückgeworfen wurden. Eine Finanzierungshilfe aus Saudi-Arabien hatte der Brite im Oktober 2018 nach dem Verschwinden und der Ermordung des saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi indes auf Eis gelegt.

Der frühere Facebook-Manager Chamath Palihapitiya will einem Pressebericht zufolge mit seiner Beteiligungsgesellschaft Social Capital Hedosophia beim US-amerikanischen Weltraumtourismus-Unternehmen Virgin Galactic einsteigen. Palihapitiya will selbst rund 100 Millionen Dollar einbringen und soll künftig als Verwaltungsratschef der neuen Firma fungieren.

Bisher konnte Virgin Galactic nach eigenen Angaben Reservierungen von mehr als 600 Menschen aus 60 Ländern verbuchen. Sie alle hoffen, in den nächsten Jahren zu den ersten Weltraumtouristen zu gehören.

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