Guaidó willigt in neue Verhandlungsrunde mit Maduro ein - Norwegen als Vermittler

Guaidó willigt in neue Verhandlungsrunde mit Maduro ein – Norwegen als Vermittler

In dem Machtkampf zwischen Venezuelas Opposition und der Regierung gibt es offenbar wieder Bewegung. Doch an den Zielen von Opposition und Regierung hat sich nichts geändert.

Nach mehreren gescheiterten Verhandlungsversuchen will sich der selbstproklamierte venezolanische Interimspräsident Juan Guaidó nun doch mit Vertretern der legitimen Regierung treffen. Ein Treffen zwischen den verfeindeten Seiten könnte bereits diese Woche in der Karibik stattfinden. Venezuelas Kommunikationsminister Jorge Rodríguez bestätigte das geplante Treffen indirekt, indem er ein Bild einer Erklärung des norwegischen Aussenministeriums veröffentlichte. Maduro hat dagegen den Rückhalt von Russland und die venezolanische Militärführung hinter sich.

Juan Guaidó: Er hat sich zum Übergangspräsidenten Venezuelas erklärt und wird von vielen Staaten anerkannt.

Zuletzt waren die ohnehin schwierigen Verhandlungen zwischen Regierungslager und Opposition endgültig ins Stocken geraten.

Maduro und Guaidó liefern sich seit Monaten einen erbitterten Machtkampf in dem südamerikanischen Krisenstaat. Maduro ging hart gegen diese "Putschisten" vor. Ende Juni starb ein inhaftierter Korvettenkapitän. Guaidó warf der Regierung vor, dem Tod des Offiziers sei "brutale Folter" vorausgegangen und verweigerte seitdem jegliche Gespräche. Zwar zeigte er sich zu neuen Wahlen bereit, allerdings nur für das Parlament des Landes, welches ohnehin von der Opposition dominiert wurde, bis Maduro es 2017 entmachtete, indem er eine Verfassungsgebende Versammlung aufstellte. Eine Abstimmung über sein eigenes Präsidentenamt stehe nicht zur Debatte, betonte der Staatschef mehrfach.

Wir werden an dem Treffen mit den Vertretern des Usurpator-Regimes teilnehmen, um einen Ausweg aus der Diktatur zu suchen.
"Unsere grösste Motivation ist, dem Leiden der Venezolaner ein Ende zu bereiten". Venezuela befindet sich seit Jahren in einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise. Es fehlt an Lebensmitteln und Medikamenten, immer wieder kommt es zu Stromausfällen. Eine Hyperinflation führte zur drastischen Entwertung des Bolívar.

Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 08. Juli 2019 um 09:05 Uhr.

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