Boeing-Auslieferungen brechen ein, Airbus holt kräftig auf | Wirtschaft

Erste Fluglinie storniert Bestellung von Boeing 737 MAX

Chicago - Die nach zwei Abstürzen mit Flugverboten belegte Baureihe 737 Max vermasselt Boeing weiter die Geschäfte.

Für Boeing haben die Probleme mit der 737 Max zu einem enormen Imageverlust und Gewinnausfällen geführt. Der europäische Erzrivale Airbus macht derweil ordentlich Boden gut und könnte 2019 erstmals seit Jahren mehr Flugzeuge an die Kundschaft bringen als der US-Konzern. Bei zwei Abstürzen von Boeing 737 Max im Oktober 2018 in Indonesien und im März 2019 in Äthiopien waren insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen. Eine umstrittene Boeing-Steuerungssoftware steht nach ersten Erkenntnissen als mögliche Unglücksursache im Verdacht. Airbus dagegen meldete die Auslieferung von 389 Flugzeugen, 28 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bis zur weiteren Klärung der Unfallursachen und zur Behebung von Software-Problemen ist unklar, wie es weitergeht. Das lasse für den Rest des Jahres Gutes erwarten, das Hochfahren der Produktion dieses Flugzeugtyps komme gut voran. Die Auslieferungen bei Airbus finden typischerweise verstärkt in der zweiten Jahreshälfte statt. Sollte Airbus sein Jahresziel erreichen, wird die Gesellschaft erstmals seit 2012 wieder mehr Jets als Boeing an die Kunden übergeben.

Der amerikanische Konzern Boeing dürfte wegen des anhaltenden Flugverbots für seinen Bestseller 737 Max den Titel als weltgrößter Flugzeugbauer an den europäischen Rivalen Airbus verlieren. Der Mutterkonzern von Flyadeal, Saudi Arabian Airlines, hatte auf der weltgrößten Luftfahrtmesse im Juni in Paris einen Großauftrag bei Airbus unterzeichnet.

Boeing hat im ersten Halbjahr mehr als ein Drittel weniger Flugzeuge ausgeliefert als vor Jahresfrist.

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