Büchner-Preis für Lukas Bärfuss - Literatur & Vorträge

Büchner-Preis für Lukas Bärfuss - Literatur & Vorträge

Der Schweizer Schriftsteller und Dramatiker Lukas Bärfuss wird im November mit dem renommiertesten Literaturpreis des deutschsprachigen Raumes ausgezeichnet. "Das ist der Engelskuss, der einen da trifft", sagte der 47-Jährige gestern nach der Entscheidung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. "Mit hoher Stilsicherheit und formalem Variationsreichtum erkunden seine Dramen und Romane stets neu und anders existenzielle Grundsituationen des modernen Lebens", teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung am Dienstag in Darmstadt zur Begründung mit. Diese Qualitäten prägten auch seine Essays, "in denen er die heutige Welt mit furchtlos prüfendem, verwundertem und anerkennendem Blick begleitet". Als Erzähler habe er 2002 mit der Novelle "Die toten Männer" debütiert.

Lukas Bärfuss ist seit 1994 wieder der erste Schweizer nach Adolf Muschg, der mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet wird. Die Jury sieht in ihm einen herausragenden Erzähler und Dramatiker. Bereits Ende der 1990er-Jahre wurde er zu einem der erfolgreichsten Theaterautoren und ist es noch bis heute: Am Nationaltheater Mannheim wurde 2018 sein neustes Drama "Der Elefantengeist" uraufgeführt.

Für "Koala" wurde Bärfuss 2014 der Schweizer Buchpreis verliehen. Bärfuss soll den mit 50.000 Euro dotierte Preis am 2.November in Darmstadt entgegennehmen. 2015 erschien sein Essayband "Stil und Moral", 2018 der Band "Krieg und Liebe". Zudem macht Bärfuss immer wieder mit pointierten Essays von sich reden und trägt damit zum politischen Diskurs in der Schweiz bei. Der Preis stehe einfach für sich.

Der Georg-Büchner-Preis ist nach dem in Darmstadt aufgewachsenen Schriftsteller, Naturwissenschaftler und Freiheitskämpfer Georg Büchner (1813-1837) benannt.

Die Auszeichnung wurde erstmals 1923 vergeben, im vergangenen Jahr an die Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Übersetzerin Terézia Mora. Die Preisträger müssen "durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Masse hervortreten" und "an der Gestaltung des gegenwärtigen deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil haben". Weitere Preisträger waren unter anderen Carl Zuckmayer (1929), Anna Seghers (1947), Max Frisch (1958), Günter Grass (1965), Peter Handke (1973), Erich Fried (1987), Sarah Kirsch (1996) und Wilhelm Genazino (2004).

Lukas Bärfuss wurde am 30. Dezember 1971 in Thun/Schweiz geboren und lebt heute in Zürich.

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