Deutsche Bank: 3000 Mitarbeiter gefeuert - Chefs lassen teuren Schneider kommen

Deutsche Bank Christian Sewing verschickt erste Kündigungen

Das Foto scheint zu zeigen, dass sich die Führungskräfte der Deutschen Bank nicht sonderlich um das Schicksal der Entlassenen scheren. Bei einigen sollen sogar Tränen geflossen sein.

Wie die britische Zeitung "Guardian" berichtet, wurden am Montag in der Londoner Filiale der Deutschen Bank Angstellte der Nobel-Schneiderei "Fielding & Nicholson" gesichtet. Aber ungünstiger hätte die Visite des Luxus-Anzug-Schneiders Fielding & Nicholson am Montag nicht sein können.

Dass sich Führungskräfte in der Finanzbranche einen teuren Anzug vom Schneider holen, ist weder neu noch verwerflich.

"Unser Timing war nicht gut", sagte Ian Fielding-Calcutt, der Gründer des Schneiders, gegenüber "Financial News". Er ist der Meinung, dass es sich bei vielen der Entlassenen um Personen handele, die keine Anzüge tragen.

Frankfurt. Vorstandschef Christian Sewing will seine Zuversicht für den Umbau der Deutschen Bank mit Aktienkäufen untermauern. "Wir sind zuversichtlich, dass wir den Stellenabbau ohne Kündigungen und sozialverträglich hinbekommen werden". An jenem Tag kündigte die Deutsche Bank einen radikalen Umbau des Unternehmens an. Rund 18.000 Stellen sollen bis 2020 weltweit gestrichen werden (der stern berichtete). Ende März 2019 hatte die Bank weltweit knapp 91 500 Vollzeitbeschäftigte, davon gut 41 500 in Deutschland.

Wie stark einzelne Länder und Standorte von dem Abbau betroffen sein werden, offenbarte der Vorstand bisher nicht. "Jeder Arbeitsplatz, der verloren geht, tut weh", sagte Schulze.

Die Deutsche Bank wäre nicht die Deutsche Bank, wenn der Stellenabbau im Investmentbanking ganz ohne Skandälchen abliefe. "Natürlich sind auch in der Investmentbank in Deutschland Einschnitte zu erwarten", sagte Schulze. Die Deutsche Bank, die US-Präsident Donald T rump Kredite in Milliardenhöhe gewährt haben soll, wurde daher zur Herausgabe von Finanzdaten aufgefordert.

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