Merkel zu Zitteranfall: "Bin gut leistungsfähig"

Angela Merkel hat sich über das erneute Zittern geäußert

Als ob sie merken würde, dass sich da etwas anbahnt. Schon bei den ersten Klängen der finnischen Nationalhymne beginnen ihre Beine leicht zu zittern. Das Schlottern steigert sich, bei der folgenden deutschen Hymne bebt der ganze Körper, die Kanzlerin schwankt leicht.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 18. Juni beim Empfang des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

Die Kanzlerin hatte in den vergangenen Wochen in der Öffentlichkeit bereits zweimal einen Zitteranfall, wenn sie still stehen musste. So, als wolle sie den Anfall eisern beherrschen.

Er ereignete sich wieder während des Abspielens der Nationalhymnen auf dem Podium vor dem Kanzleramt. In den USA wundern sich die Medien darüber, dass die Deutschen angesichts der Bilder von ihrer Kanzlerin so ruhig bleiben. Anschließend machten Spekulationen die Runde, dieser Anfall habe psychologische Ursachen gehabt - was Merkel mit ihrer Erklärung am Mittwoch indirekt bestätigte.

Warum aber beunruhigt es uns so, wenn Politiker wie Merkel körperliche Schwäche zeigen?

Nach dem erneuten Anfall Empfang des finnischen Ministerpräsidenten Antti Rinne sagte die Kanzlerin, es gehe ihr gut: "Man muss sich keine Sorgen machen".

Die Kanzlerin begründete den Anfall damit, dass sie immer noch in der "Verarbeitungsphase" des Anfalls Mitte Juni sei.

In einer Pressekonferenz sagte Merkel dazu, es gehe ihr gut und sie sei davon überzeugt, gut leistungsfähig zu sein.

"Die Gesundheit von Personen des öffentlichen Lebens wird in Deutschland im Allgemeinen als Privatsache angesehen - und die Datenschutzgesetze des Landes sind für diese Art von Informationen sehr streng".

Merkel betont, dass es ihr gut gehe.

Erst als sie die Ehrenformation abschreiten konnte, ging es ihr besser. Sie glaube, "dass es so, wie es gekommen ist, eines Tages auch vergehen wird. Aber es ist noch nicht so weit". Sie habe den Bundeswehr-Soldaten sogar noch salutiert und sei daraufhin mit ihrem ukrainischen Kollegen im Gebäude verschwunden. Es gebe keinerlei Grund zur Sorge. Beim erneuten Aufeinandertreffen zwischen Donald Trump und Angela Merkel gibt sich der US-Präsident betont freundlich.

Genau genommen ist es sogar schon das vierte Mal, dass Merkel mit einem solchen Schüttelanfall zu kämpfen hat.

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