Virgin Galactic: Richard Bransons Weltraumtourismusprojekt soll an die Börse gehen

Richrad Branson vor einem Modell des kommerziellen Virgin Galactic-Spaceliners

Go for it - der Milliardär Richard Branson am Dienstag bei einer Pressekonferenz anlässlich der Börsenpläne seiner Weltraumfirma. Es wäre das weltweit erste börsennotierte Unternehmen, das bemannte Weltraumflüge für Privatpersonen anbietet.

Virgin Galactic, das Weltraumtourismus-Unternehmen des britischen Milliardärs Richard Branson, plant einen Börsengang. Wie das "Wall Street Journal" zuvor berichtete, will die Holding 800 Millionen Dollar investieren. SCH soll dann 49 Prozent an der mit rund 1,5 Milliarden Dollar (1,34 Mrd Euro) bewerteten Firma halten. Vor einigen Wochen twitterte Branson, dass Virgin Galactic nun den jahrelang fast verwaisten Spaceport America in der Wüste von New Mexico beziehen werde, wo die Weltraumtouristen starten sollen. Anteilseigner von Virgin Galactic erhalten rund eine Milliarde Dollar in Aktien des fusionierten Unternehmens sowie bis zu 300 Millionen Dollar in bar.

Richard Branson hat bereits eine Milliarde Dollar in sein Weltraumtourismusprojekt investiert. Eine Finanzierungshilfe aus Saudi-Arabien hatte der Brite im vergangenen Oktober nach dem Verschwinden des saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi indes auf Eis gelegt.

Der frühere Facebook-Manager Chamath Palihapitiya will einem Pressebericht zufolge mit seiner Beteiligungsgesellschaft Social Capital Hedosophia beim US-amerikanischen Weltraumtourismus-Unternehmen Virgin Galactic einsteigen. Palihapitiya will selbst rund 100 Millionen Dollar einbringen und künftig als Verwaltungsratschef der neuen Firma fungieren. Virgin Galactic befindet sich momentan in einem harten Wettbewerb mit Konkurrenten wie Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos oder SpaceX von Tesla-Chef Elon Musk, die ebenfalls daran arbeiten, Touristen in den Weltraum zu befördern.

Derzeit verfügt Virgin Galactic nach eigenen Angaben über eine Liste mit Reservierungen von rund 600 Personen aus 60 Ländern, die sich für Gesamtkosten von rund 80 Millionen Dollar einen Platz in Raumschiffen von Virgin Galactic gesichert haben. Bislang haben bereits rund 600 Menschen etwa 80 Millionen Dollar ausgegeben, um sich Sitze in Fluggeräten zu sichern, von denen sie hoffen, dass sie in den nächsten Jahren die ersten Kunden in die Umlaufbahn bringen werden.

Im Februar hatte Bransons Spacefirma vom kalifornischen Flugplatz Mojave aus einen erfolgreichen Testflug absolviert, der zwei Piloten und eine Managerin des Unternehmens auf 90 Kilometer Höhe brachte.

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