E-Autos: Im zweiten Gang zu mehr Reichweite

ZF Friedrichshafen hat ein neues Zwei-Gang-Getriebe für Elektroautos vorgestellt

Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen hat einen Elektroantrieb mit Zweiganggetriebe entwickelt, der einen verbesserten Wirkungsgrad und mehr Reichweite für E-Fahrzeuge verspricht.

Für Fahrzeughersteller bietet der neue 2-Gang-Antrieb zwei Optionen, um den besseren Wirkungsgrad effektiv zu nutzen. Durch das Zweiganggetriebe kann das Auto auch bei schneller Fahrt wirkungsgradoptimal vorankommen und so die Reichweite steigern.

Den Prototypen des Getriebes hat die ZF Friedrichshafen letzte Woche vorgestellt. Durch den zweiten Gang, in den das Automatikgetriebe bei etwa 70 km/h schaltet, kann die Maschine mit 140 kW Maximalleistung in verschiedenen Fahrszenarien effizienter arbeiten.

Ohne Getriebe wird bei Elektroautos immer ein Kompromiss zwischen Drehmoment und Endgeschwindigkeit eingegangen. Laut dem ZF-Manager Bert Hellwig mussten sich die Hersteller von Elektrofahrzeugen zwischen einem hohen Anfahrdrehmoment oder einer hohen Endgeschwindigkeit entscheiden.

Der Leiter der Vorentwicklung E-Mobility, Stephan Demmerer erklärte, dass von der Idee zu den ersten Prototypen ein Jahr vergangen ist. Das erlaubt den Herstellern das Getriebe modular einzusetzen und mit unterschiedlich starken Motoren zu kombinieren. Dadurch wird der Einsatz in sportlichen und potenten Fahrzeugen möglich, sowie in Familienfahrzeugen mit der Kapazität Anhänger zu ziehen. Der jetzt vorgestellte Prototyp wurde für die Kompaktklasse entwickelt, kleinere Versionen für Kompaktfahrzeuge sind laut ZF aber kein Problem.

Den Vorteil des Zweigang-Antriebs kann ein E-Auto etwa auf der Autobahn ausspielen, wenn der hohe Luftwiderstand viel Kraft kostet. Durch die Lösung soll sich der Energieverbrauch im Vergleich zur aktuellen Technik verringern, was die Reichweite um bis zu 5 Prozent erhöhen soll. Das Fahrzeug könnte auch anhand der gewählten Route erkennen, wie weit die nächste Ladestation entfernt ist und passend dazu in einen Eco-Modus wechseln. Die Software des Antriebs lässt sich dank Cloudanbindung Over-the-Air aktualisieren.

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