Marriott International: Bußgeld über 100 Millionen Pfund droht - Gourmetwelten - Das Genussportal

Vom Datenklau waren viele Marriott-Hotelgäste betroffen

Die britische Datenschutzbehörde hat gegen die Hotelkette Marriott International eine Geldstrafe von insgesamt 99,2 Millionen Pfund (umgerechnet 110 Millionen Euro) verhängt. 2016 hatte Marriott das Unternehmen aufgekauft, aber bis Ende 2018 nichts von dem Datenleck bemerkt.

Von größtem Hackerangriff in der Hotelgeschichte (Tageskarte berichtete) waren rund 383 Millionen Gästedatensätze betroffen. Darüber hinaus schnappten sich die Angreifer rund 20,3 Millionen verschlüsselte Passnummern, wie Marriott mitteilte. Der Grund soll laut der "Guardian" massenhafter Datendiebstahl bei Gästen gewesen sein. Die Prüfung der britischen Datenschützer habe ergeben, dass die Marriott-Kette keine ausreichenden Prüfungen bei der Übernahme durchgeführt und auch danach nicht ausreichend für die Sicherheit der Systeme gesorgt hätten.

Bei dem Strafmaß handelt es sich zunächst nur um eine Absichtserklärung der ICO.

"Wir sind enttäuscht von dieser Absichtserklärung der Datenschutzbehörde". Wir nehmen den Schutz und die Sicherheit von Gästeinformationen sehr ernst und arbeiten weiterhin hart daran, den von Marriott erwarteten Standard an Exzellenz zu erfüllen.

Die angegriffene Starwood-Gastreservierungsdatenbank wird nicht mehr für den Geschäftsbetrieb verwendet.

Die IT-Sicherheitsabteilungen werden hiermit auch entlastet und können sich auf wichtige Aufgaben konzentrieren und die Sicherheit des Unternehmens verbessern. Damit verstieß die Airline gegen die europäischen Datenschutzbestimmungen und muss nun eine hohe Strafe zahlen. Das ICO hat diesen Fall als leitende Aufsichtsbehörde im Auftrag der Datenschutzbehörden anderer EU-Mitgliedstaaten untersucht.

Eine Lösung zur Datenklassifizierung und Zugriffskontrolle kann folglich dabei helfen, Daten vor unberechtigtem Zugriff zu schützen und Vorfälle wie bei British Airways in Zukunft zu verhindern. "Wenn Sie mit persönlichen Daten betraut werden, müssen Sie darauf aufpassen", so Denham.

Der Chef der British Airways Alex Cruz zeigte sich in Bezug auf die Höhe der Strafe, die 1,5% des Umsatzes der Airline aus dem Jahr 2017 entspricht, überrascht. Gegen die Millionenstrafe will der Mutterkonzern IAG nun eventuell Einspruch erheben. Ihre Namen, Anschriften, Mail-Adressen und Bankdaten seien in die Hände der Cyber-Kriminellen geraten.

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