Nach Zitteranfällen: Merkel sitzt bei Zeremonie

Nach mehreren Zitteranfällen bei der Begrüßung ausländischer Gäste hat Bundeskanzlerin Angela Merkel das Zeremoniell am Donnerstag teilweise im Sitzen absolviert. Am Mittag wurde sie mit militärischen Ehren vor dem Kanzleramt empfangen.

Kanzlerin Merkel hat beim Empfang der dänischen Ministerpräsidentin Frederiksen entgegen den protokollarischen Gepflogenheiten die Nationalhymnen zusammen mit ihrem Gast im Sitzen angehört.

Beim Empfang der neuen dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Donnerstag hörten die beiden Staatsoberhäuptinnen sitzend ihre jeweiligen Nationalhymnen.

Bei diesem Anlass hatte Merkel zuletzt am Mittwoch einen Zitteranfall erlitten, als sie den finnischen Regierungschef Antti Rinne mit militärischen Ehren empfing. Die Kanzlerin, die einen weißen Blazer und eine schwarze Hose trug, hatte während der Nationalhymnen die Hände auf dem Schoß liegen. Anschließend schritt sie zusammen mit Frederiksen die Front der angetretenen Soldaten ab. "Die ist offensichtlich noch nicht ganz abgeschlossen, aber es gibt Fortschritte, und ich muss damit jetzt eine Weile leben", hatte Merkel erklärt. Anschließend erklärte Merkel, man müsse sich keine Sorgen machen, es gehe ihr gut. "Ich glaube, dass es so, wie es gekommen ist, eines Tages auch vergehen wird". Wenige Tage später erlitt sie bei der Ernennung der neuen Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue abermals einen solchen Anfall. Allein an diesem Freitag hat sie drei öffentliche Termine: die Entgegennahme eines Sondergutachtens zum CO2-Preis, den Festakt zur Eröffnung der Berliner James-Simon-Galerie sowie die Feier zum 50. Jahrestag des Entwicklungshelfergesetzes.

Am Sonntag will die Bundeskanzlerin auf Einladung von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron an der traditionellen Militärparade zum Nationalfeiertag in Paris teilnehmen. Wird Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) tatsächlich gewählt, muss Merkel ihr Kabinett umbilden. Auf die zweite "recht persönliche Frage" des Reporters zu ihrem bevorstehenden 65. Geburtstag antwortete Merkel, ihr sei bewusst, dass man immer älter wird, aber auch erfahrener. Kurz danach dürfte es dann in den Sommerurlaub gehen.

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