Deutschland - Preisauftrieb zieht im Juni an - Inflation bei 1,6 Prozent

Die Preise für Nahrungsmittel stiegen mit insgesamt 1,2 Prozent unterdurchschnittlich stark

Sie strebt für die Eurozone mittelfristig eine Jahresteuerung von knapp zwei Prozent an, die ihr als ideal für die Konjunktur gilt. Neben den Preiserhöhungen bei den Energieprodukten (+2,5%) und Nahrungsmitteln (+1,2%) verteuerten sich auch einige Waren deutlicher (zum Beispiel Zeitungen und Zeitschriften: +4,6 %; Tabakwaren: +3,4%).

Beeinflusst wurde die höhere Inflationsrate für Juni dem Bundesamt zufolge vor allem durch die Entwicklung bei Pauschalreisen, die sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,1 Prozent verteuerten. Energie war um 2,5 Prozent teurer als vor Jahresfrist: Der Preisauftrieb ist damit schwächer als im Mai mit damals 4,2 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im Juni 2019 ebenfalls bei +1,6 Prozent gelegen. Mehr als vor einem Jahr mussten Verbraucher etwa für Fernwärme, Erdgas und Strom zahlen. Zurückzuführen ist das in erster Linie auf den Kalendereffekt - verantwortlich ist die im Vergleich zum Vorjahr späte Lage von Pfingsten.

Die Preise für Nahrungsmittel stiegen mit insgesamt 1,2 Prozent unterdurchschnittlich stark. Der Preisauftrieb hat sich jedoch gegenüber dem Vormonat etwas verstärkt (Mai 2019: +0,9%). Weitere Preiserhöhungen gab es unter anderem bei Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchten (+3,0%), Fleisch und Fleischwaren (+2,8%) sowie Brot und Getreideerzeugnissen (+2,2%). Diesen Preisanstiegen standen starke Preisrückgänge bei Speiseölen und Speisefetten (-9,3%) sowie bei Obst (-6,1%) gegenüber. Die Teuerungsrate lag im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 1,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte und damit seine vorläufigen Angaben von Ende Juni bestätigte. Andere Waren wurden hingegen günstiger, insbesondere Telefone (-6,9 Prozent) und Geräte der Unterhaltungselektronik (-6,1 Prozent). Bedeutsam für die Preisentwicklung der Dienstleistungen war auch die Preiserhöhung bei Nettokaltmieten (+1,4 Prozent). Auffällig stark war hingegen der Preisrückgang von Bildungsdienstleistungen des Elementarbereichs (-12,2%), insbesondere durch die Reduzierung der Kinderbetreuungskosten in einigen Bundesländern.

Im Vergleich zum Mai 2019 stieg der Verbraucherpreisindex im Juni 2019 um 0,3 %.

Der für europäische Vergleichszwecke berechnete Preisindex HVPI für Deutschland lag im Juni um 1,5 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats. Auch die Preise für Flugtickets (+2,6 %, darunter internationale Flüge: +2,9 %), Bahn (+1,6 %) und Übernachtungen (+0,9 %) zogen mit dem Beginn der Reisesommerzeit und infolge von Pfingsten an.

Die Preise für Nahrungsmittel blieben fast unverändert (+0,1%). Insbesondere gingen die Preise für leichtes Heizöl (-7,3 %) und Kraftstoffe (-1,9 %) zurück.

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