Lufthansa-Chef warnt vor Kollaps des Flughafens Zürich als Hub

Lufthansa Chef Carsten Spohr äussert sich über die Zukunft des Flughafens Zürich Der Unternehmer an der Aktionärsversammlung der Lufthansa

Die Buchungszahlen bei Lufthansa und Easyjet bleiben ungebrochen hoch. Gefährlicher könnte ihnen der Preiskampf werden. Vielmehr sei das Gegenteil der Fall, sagte Spohr in einem Interview der "Neuen Züricher Zeitung am Sonntag" auf die Frage nach einem "Greta-Effekt". Gemeint ist Greta Thunberg: Die junge Schwedin engagiert sich für mehr Klimaschutz - und Schüler auf der ganzen Welt folgten ihrem Beispiel. "Im Vergleich zum Vorjahr - das schon ein Rekordjahr war - erwarten wir gruppenweit einen Passagierzuwachs von rund 4 Prozent", sagte Spohr. "Das ist ökonomisch, ökologisch und auch politisch unverantwortlich". Flugpreise von unter zehn Euro pro Strecke dürfe es nicht geben, so der Lufthansa-Chef. Laut Lufthansa-Chef Carsten Spohr sei keine Zurückhaltung der Kunden durch die derzeitige Klimaschutz-Debatte festzustellen.

Der Deutschland-Chef des Billiganbieters Easyjet sagte der Deutschen Presse-Agentur, er rechne für dieses Jahr mit weiterem Wachstum.

Die Bereitschaft, etwas für den Klimaschutz zu tun, nimmt zu. Die Klimaschutzorganisation "Atmosfair" vermeldete jüngst, 2018 seien 9,5 Millionen Euro Ausgleichszahlungen bei der Organisation eingegangen, 40 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Und für das erste Halbjahr 2019 registrierten die Klimaschützer gar eine Verdoppelung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf rund 7,5 Millionen Euro.

Ungetrübt ist die Stimmung in der Luftfahrt-Branche aber nicht völlig.

Spohr kritisierte im NZZ-Interview extreme Billigangebote: "Wettbewerber arbeiten tatsächlich teilweise mit Preisen pro Flug unter 10 Euro".

"Grundsätzlich erwarten wir nach zwei Rekordjahren wieder ein Jahr mit guten Ergebnissen", sagte der Konzernchef. Aber ein zu hohes Angebotswachstum in der Branche, besonders in Deutschland, bringe Überkapazitäten. Im Juni musste die Lufthansa ihre Gewinnprognose für 2019 senken, weil ihre Airline Eurowings angesichts der verschärften Konkurrenz in Europa in die roten Zahlen fliegen wird. Atmosfair ist einer von mehreren Anbietern, bei denen man Flüge, Kreuzfahrten und anderes "kompensieren" kann, indem man Geld spendet.

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