Louisiana: Sturm "Barry" trifft auf Südküste der USA

Der Tropensturm

Zwei Männer laufen durch eine überflutete Straßen in Mandeville im US-Bundesstaat Louisiana.

"Barry" traf am Samstagnachmittag (Ortszeit) nahe der Stadt Intracoastal City westlich von New Orleans auf die Küste, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) in Miami mitteilte. Der Leiter des US-Hurrikan-Zentrums, Ken Graham, sagte, "Barry" führe "außerordentliche Mengen Feuchtigkeit" mit sich, die Starkregen bis in den Norden der USA bringen könnten.

Die Ankunft des Sturms an Land schien sich damit zunächst glimpflicher zu gestalten als befürchtet. Die Gefahr ist nach Angaben der Behörden jedoch noch nicht gebannt. Sie warnen vor heftigen Regenfällen und möglichen Tornados.

Als besonders gefährdet gilt wieder New Orleans. Heute könne es immer noch zu Sturmfluten kommen.

In der gesamten Region von Floridas Westküste bis nach Texas ist mit heftigem Regen sowie Sturmböen zu rechnen.

Der Sturm bewegte sich zuletzt nur mit einem Tempo von etwa neun Kilometern pro Stunde vorwärts. Seine Ankunft an Land zog sich damit länger hin als ursprünglich erwartet. Er warnte vor starkem Regen und Überschwemmungen. New Orleans' Bürgermeisterin LaToya Cantrell mahnte die Bewohner der Stadt zu Wachsamkeit: "Wir sind in keiner Weise über den Berg". "Das ist einfach zu gefährlich". Nach andauerndem Regen war es in Teilen von New Orleans bereits in den vergangenen Tagen zu Überschwemmungen gekommen.

Louisianas Gouverneur John Bel Edwards, der die Bundeshilfen beantragt hatte, dankte Trump auf Twitter für die schnelle Reaktion. "Dies ist nur der Anfang", sagte er.

Tropensturm "Barry" hat die Südküste der USA erreicht: Er brachte nicht nur extrem starke Winde mit, sondern auch riesige Wassermassen, die das eigentlich Gefährliche daran sind. Einige Betroffene seien auf Hausdächer geflohen, sagte eine Behördensprecherin. Demnach dürfte er die Damm-Systeme nicht überfluten.

Am Samstagvormittag (Ortszeit) lagen die Windgeschwindigkeiten des Sturms mit 115 Kilometern pro Stunde noch ganz knapp unterhalb der Schwelle, ab der ein Sturm als Hurrikan eingestuft wird. Der Pegel des Mississippi erreichte in der Stadt bereits am späten Donnerstagabend eine Höhe von 4,9 Metern - nur rund 30 Zentimeter unter Hochwasserstand. Bewohnerinnen und Bewohner des Gebiets außerhalb des Überschwemmungsschutzgürtels der Stadt wurden gebeten, das Gebiet freiwillig zu verlassen.

Küstenwache, Feuerwehren und andere Rettungsdienste hatten sich frühzeitig für die Ankunft des Sturms bereit gemacht.

Die Nationalgarde von Louisiana aktivierte rund 3000 Reservisten, die sich mit Helikoptern sowie Booten und anderen Wasserfahrzeugen an verschiedenen Punkten positionierten.

In Erwartung von Tropensturm "Barry" hat US-Präsident Donald Trump den nationalen Notstand für den US-Bundesstaat Louisiana erklärt, um rasche Bundeshilfen zu ermöglichen. Für den Bundesstaat wurde ein Notstand ausgerufen. Damit können leichter Bundesmittel und Hilfe aus Washington fließen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Juli 2019 um 20:00 Uhr.

Related:

Comments

Latest news

Datenschutzskandal: Facebook soll Milliardenstrafe zahlen
Die Verbraucherschutzbehörde musste nun klären, ob Facebook gegen eine Vereinbarung mit der FTC aus dem Jahr 2011 verstoßen hat. Facebook war in den vergangenen Jahren gleich mehrmals wegen riesiger Datenschutzpannen in die Schlagzeilen geraten.

"Heuchelei!": Salvini empört über Verdienstmedaille für Rackete
Sie sollen die "Médaille Grand Vermeil de la Ville de Paris" erhalten, die höchste Verdienstmedaille der französischen Hauptstadt. Die Ehrung wird ihre Anhänger sicherlich freuen, der italienische Innenminister Matteo Salvini nennt sie hingegen "Heuchelei" .

Lufthansa-Chef warnt vor Kollaps des Flughafens Zürich als Hub
Laut Lufthansa-Chef Carsten Spohr sei keine Zurückhaltung der Kunden durch die derzeitige Klimaschutz-Debatte festzustellen. Aber ein zu hohes Angebotswachstum in der Branche, besonders in Deutschland, bringe Überkapazitäten.

Glücksspiele machen süchtig, oder?
Es ist oft der Fall, dass die Gewalterfahrungen oder der Verlust von Verwandten diese Krankheit hervorrufen können. Unter anderen Ursachen, die Spielsucht erzeugen, sind auch unsere Erlebnisse und Emotionen zu unterstreichen.

Die Siberian Health Company
Und schließlich die Chronobiologie, die die biologischen Rhythmen und ihre Verbindung zur menschlichen Gesundheit erforscht. Das Unternehmen gründete im Jahr 2007 eine weitere Produktionsstätte, die bis 2010 erweitert und modernisiert wurde.

Other news