Schlossfestspiele in Regensburg: Revolverheld kritisieren Gloria von Thurn und Taxis

Sänger Johannes Strate von der Band

Die Band Revolverheld ("Scheiß' auf Freunde bleiben") hat sich bei den Schlossfestspielen in Regensburg entschieden gegen ihre Gastgeberin Gloria Fürstin von Thurn und Taxis gestellt.

Zumindest scheint die Hamburger Band Revolverheld, die am Sonntag auf der idyllischen Bühne stand und für die Fans ihre Hits spielte, kein Fan der 59-jährigen Adeligen zu sein. "Wir spielen hier auf dem Grund einer Frau, mit deren Werten wir überhaupt nicht übereinstimmen", sagte Sänger Johannes Strate am Sonntagabend einem Video auf der Facebook-Seite der Band zufolge.

Bei den Schlossfestspielen in Regensburg haben sich die Bandmitglieder von Revolverheld mit Hausherrin Gloria Fürstin von Thurn und Taxis angelegt.

Eine Aussage, die den Bandmitgiedern sauer aufstieß.

Kritik übte Strate auch an Steve Bannon, mit dem Gloria von Thurn und Taxis Kontakt gehabt haben soll.

Diese Positionierung wurde mit Applaus im Publikum entlohnt: "Nächstenliebe bedeutet für uns, dass wir Menschen, egal woher sie kommen, welche Herkunft sie haben, welche Hautfarbe sie haben, welcher Religion sie angehören, dass wir sie hier mit offenen Armen empfangen und nicht elendig im Mittelmeer verrecken lassen", so Johannes Strate. Ihm dürfe man keine Plattform bieten und nicht die Hand reichen. Außerdem thematisierte der Musiker laut "br.de" den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche: "Nächstenliebe bedeutet auch, dass wir den systematischen Missbrauch, der in der katholischen Kirche so lange stattgefunden hat, dass wir den nicht bagatellisieren und die Opfer ernst nehmen".

"Dem "Bayerischen Rundfunk" sagte Gloria von Thurn und Taxis: "[.] das sehe ich ganz locker.

Auf der Facebookseite der Mittelbayerischen wurde das Revolverheld-Statement am Morgen kontrovers diskutiert. Sie vermutete, die Band habe sich ihr Statement gut überlegt und sei zu dem Schluss gekommen, dass sie das machen müssten, weil sie Künstler seien. Gloria gelassen: "Aber Gott sei Dank herrscht Meinungsfreiheit. Insofern können wir da ganz froh sein".

Die Hausherrin mischte sich zwar vor Beginn des Konzerts unter die Gäste, war während des Konzerts aber nicht anwesend.

Related:

Comments

Latest news

Potsdam. Forderung Kaisererben wollen Wohnrecht im Schloss Cecilienhof
Nach Informationen der Zeitung kündigte das Adelshaus zwischenzeitlich die Leihverträge für Kunstwerke mit öffentlichen Museen. Danach haben die Hohenzollern jüngst noch weitere Forderungen erhoben, die für die öffentliche Hand unannehmbar sind.

Baden-Baden trauert um Ehrenbürger: Frieder Burda ist tot
Burdas Wirken, seine Sammlung und seine Hingabe zur Kunst werden nach wie vor für Besucher des Museums spürbar sein. Mit dem Bau beauftragte B. den New Yorker Stararchitekt Richard Meier, der das 20-Millionen-Euro-Projekt umsetzte.

BfV: Identitäre Bewegung ist rechtsextremistisch
Der damalige Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen hatte sie daraufhin offiziell zum so genannten "Verdachtsfall" erklärt. Der Verfassungsschutz hat die Identitäre Bewegung nach mehrjähriger Prüfung aktuell als eindeutig rechtsextrem eingestuft .

Datenschutzskandal: Facebook soll Milliardenstrafe zahlen
Die Verbraucherschutzbehörde musste nun klären, ob Facebook gegen eine Vereinbarung mit der FTC aus dem Jahr 2011 verstoßen hat. Facebook war in den vergangenen Jahren gleich mehrmals wegen riesiger Datenschutzpannen in die Schlagzeilen geraten.

"Heuchelei!": Salvini empört über Verdienstmedaille für Rackete
Sie sollen die "Médaille Grand Vermeil de la Ville de Paris" erhalten, die höchste Verdienstmedaille der französischen Hauptstadt. Die Ehrung wird ihre Anhänger sicherlich freuen, der italienische Innenminister Matteo Salvini nennt sie hingegen "Heuchelei" .

Other news