Trotz EU-Sanktionen: Erdgassuche: Türkei will viertes Schiff nach Zypern schicken

Streit um Gasvorkommen: Türkei verstärkt den Druck

Die Türkei will trotz EU-Sanktionen ein viertes Schiff zu Erdgaserkundungen vor die Küste Zyperns schicken. Die Entscheidung würde in "keinster Weise" die Entschlossenheit der Türkei beeinträchtigen, ihre Aktivitäten im östlichen Mittelmeer fortzusetzen, teilte das Außenministerium in Ankara am Dienstag mit. Als Reaktion auf die umstrittenen Erdgas-Erschließungen hatten die Außenminister der EU-Staaten am vergangenen Montag Strafmaßnahmen gegen die Türkei verhängt. Konkret sollen unter anderem EU-Gelder für die Türkei gekürzt und die Verhandlungen über ein Luftverkehrsabkommen eingestellt werden. Cavusoglu sagte weiter: "Das als Sanktionen zu bezeichnen, bedeutet in Wahrheit, diese Sache zu ernst zu nehmen". "Das sind banale Sachen, die auf uns keinen Eindruck machen". Die Türkei ist zurzeit mit drei Forschungs- beziehungsweise Bohrschiffen vor Zypern unterwegs. Die Türkei vertritt allerdings den Standpunkt, dass die Gewässer, in denen sie aktiv ist, zu ihrem sogenannten Festlandsockel gehören. Sie hält den Norden Zyperns seit 1974 besetzt und will mit den Bohrungen die Anteile der türkischen Zyprioten am Erdgasgeschäft sichern. Die EU habe die Besetzung Nordzyperns durch die Türkei völkerrechtlich nie anerkannt.

Die EU und die Republik Zypern betrachten die Wirtschaftszone um Zypern als ihr Einflussgebiet.

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