US-Präsident provoziert - Trump greift Politikerinnen an - und erntet Empörung

Alexandria Ocasio-Cortez Ilhan Omar und Haley Stevens

Gleichzeitig forcierte Donald Trump seine wütenden Angriffe auf vier demokratische Politikerinnen, die dem linken Parteiflügel angehören, allesamt farbig und Einwanderer in der ersten oder zweiten Generation sind. Sie entschuldigte sich, Trump indes legte am Montag noch einmal nach.

Ocasio-Cortez warf Trump vor, wütend zu sein, weil er sich die USA nicht als Land vorstellen könne, in dem Menschen wie sie ihren Platz hätten. "Das ist die Agenda weißer Nationalisten, egal ob es in Chatrooms passiert oder im nationalen Fernsehen. Und nun hat es den Garten des Weißen Hauses erreicht", meinte Omar. Er nannte im Kurzbotschaftendienst Twitter zwar keine Namen; seine Äusserungen über "progressive demokratische Kongressabgeordnete" waren aber unschwer erkennbar auf junge Wortführerinnen der Demokraten wie Alexandria Ocasio-Cortez, Ilhan Omar, Rashida Tlaib und Ayanna Pressley gemünzt. Seine Aufforderung an mehrere US-Kongressabgeordnete der Demokraten, in die Herkunftsländer ihrer Familien zurückzukehren, sei "völlig inakzeptabel", sagte ein Sprecher Mays am Montag.

Infolge dessen kam es auch zu einem öffentlichen Schlagabtausch zwischen der Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, Vertreterin des moderaten Flügels der Demokraten, und den vier jüngeren Abgeordneten, Vertreterinnen des linken Flügels. Alle vier sind Amerikanerinnen, drei der Politikerinnen wurden in den USA geboren.

Legende: Die Abgeordnete Ayanna Pressley wurde im US-Bundesstaat Ohio geboren. Und Ilhan Omar - sie kam zwar in Somalia auf die Welt, wurde aber schon als Teenager in den USA eingebürgert. Trump habe zu einer "unverhohlen rassistischen" Attacke ausgeholt, um von der Korruptheit seiner Regierung abzulenken, sagte Omar dabei.

Führende Demokraten hatten die Äußerungen des Präsidenten alsbald zurückgewiesen.

Nebst den Demokraten, die sich lautstark gegen die Tweets wehrten, kritisieren nun auch Republikaner die Aussagen Trumps.

Trump warf ihnen vor, den "Bürgern der Vereinigten Staaten (.) bösartig zu erzählen, wie unsere Regierung geführt werden muss". Die afroamerikanische Senatorin Kamala Harris schrieb auf Twitter, Trumps "rassistische Attacke" sei "un-amerikanisch". Da brachen schließlich auch einige Republikaner ihr Schweigen und gingen auf Distanz zu ihrem Präsidenten.

Der Präsident spottete, diese Orte bräuchten den Rat dieser Frauen dringend, sie könnten gar nicht schnell genug aufbrechen. Der US-Präsident sorgt sich um seine Wiederwahl im November 2020, also mobilisiert er erstmal seine Getreuen: Das sind Leute, die gern schlecht über andere denken. "Sogar Kinder wissen, dass sie sowas nicht sagen dürfen". Außerdem kündigte Justizminister Bill Barr an, dass von Dienstag an Asylanträge von Migranten an der Grenze zu Mexiko abgelehnt werden, wenn sie auf ihrem Weg nicht zuvor in Mexiko oder einem anderen Land den Flüchtlingsstatus beantragt haben. Tim Scott, der einzige schwarze Senator der Republikanischen Partei warf Trump Rassismus vor. "Sie hassen unser Land", sagte er.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 15. Juli 2019 um 06:38 Uhr.

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