Werner Müller ist tot: Ex-Bundeswirtschaftsminister nach Krankheit gestorben

Müller hinterlässt seine Ehefrau und zwei Kinder

Nach dem Tod des früheren Bundeswirtschaftsministers und Industriemanagers Werner Müller wird in NRW an dessen Wirken erinnert. Er ist in der Nacht zu Dienstag in seiner Geburtsstadt Essen gestorben, bestätigte ein Evonik-Sprecher auf BILD-Anfrage. "Werner Müller hat Evonik gegründet, geleitet und maßgeblich zu dem gemacht, was der Konzern heute ist", sagte Christian Kullmann, Vorstandsvorsitzender von Evonik. Mit seiner schweren Krankheit haderte er nicht, sondern zeigte bis zuletzt seinen typisch gelassenen Humor.

Müller hinterlässt seine Frau Marion und zwei Kinder. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Der parteilose Werner Müller war in der rot-grünen Regierung von Kanzler Gerhard Schröder (SPD) von 1998 bis 2002 Wirtschaftsminister. Müllers großes Verdienst sei es, die Zustimmung der deutschen Energieversorger zum Atomausstieg zu erreichen. Zudem war er Mitbegründer der RAG-Stiftung, die die Ewigkeitslasten des Bergbaus abdeckt und erster Chef des Chemiekonzerns Evonik, der die dafür nötigen Mittel zu großen Teilen erwirtschaftet - der letzte große Ruhrbaron traditioneller Prägung im Revier. Müller war auch Mitglied des Aufsichtsrates des Fußall-Bundesligisten Borussia Dortmund.

2003 wurde Müller Vorstandsvorsitzender der RAG. In dieser Zeit managte er den Ausstieg aus dem subventionierten Steinkohlebergbau im Ruhrgebiet und an der Saar. Von 2007 bis 2008 leitete er den Industriekonzern Evonik, der aus der RAG hervorgegangen war.

Der damalige Vorstandvorsitzende der RAG-Stiftung und früherer Wirtschaftsminister Werner Müller ist am Montagabend gestorben.

Er habe die RAG-Stiftung erdacht, die für die Zukunft sichere, dass alle Kosten der Steinkohle auf alle Ewigkeit nicht vom Steuerzahler zu bezahlen seien, sondern aus sich selbst getragen würden. "Ohne Werner Müller würde es Evonik nicht geben. Dafür sind wir ihm dankbar". Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) würdigte Müller als "großen Unternehmenslenker" und "Herzstück der Industriekultur des Ruhrgebiets".

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