Ford plant mit 600.000 E-Autos auf VW-Basis in Europa

Ford plant mit 600.000 E-Autos auf VW-Basis in Europa

Die Automobilhersteller VW und Ford erweitern und konkretisieren ihre Zusammenarbeit.

Volkswagen und Ford arbeiten in den Bereichen autonomes Fahren und E-Mobilität zusammen. Deren Unternehmenswert steigt damit auf geschätzt mehr als 7 Milliarden Dollar. Der Grund ist wohl ein Wechsel der Strategie bei Volkswagen: Nun soll der Weg frei sein für eine Kooperation mit der Ford-Tochter Argo AI, meldet die Wirtschaftszeitung weiter. Vor allem in komplexen urbanen Szenerien soll mit den frischen Geldern die Entwicklung vorangetrieben werden. Die Verbindung erlaubt beiden Unternehmen, unabhängig voneinander das Self-Driving System von Argo AI in eigene Modelle zu integrieren und damit eine große weltweite Skalierung zu erreichen. Das SDS von Argo AI soll vollautomatisiertes Fahren nach SAE Level 4 ermöglichen und insbesondere Ridesharing und Lieferdiensten in Innenstädten neue Möglichkeiten durch vollautomatisierte Fahrzeuge eröffnen.

Ford investiert insgesamt 11,5 Milliarden US-Dollar in die Elektrifizierung seiner weltweiten Fahrzeugpalette. Der AID Standort in München wird zum europäischen Hauptsitz von Argo AI und wird von Karlheinz Wurm geleitet, gegenwärtig CEO bei AID. Eine zentrale Vereinbarung betrifft die Nutzung des sogenannten Modularen E-Antriebsbaukasten (MEB) von Volkswagen durch den US-amerikanischen Autobauer. Ford rechnet mit mehr als 600.000 verkauften Fahrzeugen innerhalb von sechs Jahren in Europa. Es könnte auch ein zweites Modell auf MEB-Basis für den europäischen Markt geben. Ab 2023 will das Unternehmen ein emissionsfreies Großserienfahrzeug auf MEB-Basis für den europäischen Markt anbieten. Ausgangspunkt dafür werde das Ford-Entwicklungszentrum Köln-Merkenich sein.

Volkswagen hat seit 2016 umgerechnet rund sieben Milliarden US-Dollar in die Entwicklung seiner MEB-Architektur investiert.

Damit wäre der noch jung im Produktzyklus stehende, technologisch derzeit führende VW Crafter obsolet. Unterdessen kämen die Gespräche mit Ford "sehr gut voran". Man geht von steigender Nachfrage bei Vans wie bei den "offenen Transportern" aus.

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