Italienische Fluggesellschaft - Benetton-Konzern und Delta sollen bei Alitalia-Rettung helfen

Italienische Fluggesellschaft Alitalia braucht einen Neustart

Angebote wurden eingereicht von Atlantia, der Infrastrukturholding der italienischen Unternehmerfamilie Benetton, sowie von der italienischen Baugesellschaft Toto und dem kolumbianisch-brasilianischen Multimillionär German Efromovich, dem Mehrheitsaktionär von Kolumbiens Airline Avianca. Rund 10 Prozent will Delta übernehmen und 40 Prozent sollen an Atlantia gehen. Die Beteiligung des Staates mit der staatlichen Eisenbahnen (FS - Ferrovie dello Stato) und dem Wirtschaftsministerium an der neuen Alitalia sei eine Garantie für den Erhalt der circa 11.000 Jobs bei der Airline.

Atlantia war letztes Jahr in die Schlagzeilen geraten, weil der Konzern den Autobahnbetreiber Autostrade per l'Italia kontrolliert, der auch für den Brückeneinsturz von Genua verantwortlich gemacht wird. Vor allem die mitregierende Fünf-Sterne-Bewegung sieht die Schuld für den Einsturz bei der Benetton-Familie. Dies berichtete der italienische Vizepremier und Industrieminister Luigi Di Maio auf Facebook. Die Frist für die Rettung der Fluglinie wurde bereits mehrmals verschoben und endete am Montag.

Die italienische Regierung will bis zum Montagabend ihre Entscheidung über die Zukunft der insolventen Alitalia mitteilen.

Die ehemalige Staatsairline Alitalia mit derzeit rund 11'000 Arbeitsplätzen meldete vor mehr als zwei Jahren Insolvenz an.

Der Staat werde künftig die Kontrolle über Alitalia behalten, sagte Di Maio.

Laut Medienangaben wird die Bahngesellschaft FS einen 35-prozentigen Anteil an der neuen Alitalia halten.

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