S-400-Abwehrraketen: Trump zeigt Verständnis für Erdogans Rüstungsdeal mit Russland

Nach einem Luftabwehrsystem soll Russland nun auch Kampfjets an die Türkei liefern

Die Türkei hat das russische S-400-Flugabwehrsystem gekauft, zum Ärger der USA. Trump machte aber seinen Unwillen über die Strafmassnahme deutlich. Die Reaktion von US-Präsident Donald Trump war daraufhin mit Spannung erwartet worden: Eigentlich hatte er sich gegen den Einsatz des Abwehrsystems im Nato-Raum ausgesprochen. Er hatte viel auf sein persönliches Verhältnis zum türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegeben und war überzeugt davon, er könne den Konflikt gütlich beilegen. Entgegen der Erwartungen zeigte Trump Verständnis für Ankaras Entscheidung und gab der Obama-Administration die Schuld für die ganze Situation.

Der Republikaner übernahm damit ein Argument der türkischen Regierung. Ähnlich hatte er sich bereits am Rande eines Treffens mit Erdoğan in Japan geäußert. Der designierte US-Verteidigungsminister Mark Esper kritisierte die Türkei dagegen. Damit spielte er auf die Lieferung des umstrittenen Luftabwehrsystems S-400 an die Türkei an.

Die Türkei sei "gezwungen gewesen", die russischen Raketenkomplexe zu wählen, da die demokratische Vorgängerregierung Ankara keine Patriot-Systeme habe verkaufen wollen. Washington befürchtet nach eigenen Angaben, dass Russland über das Radar des Waffensystems an Daten über die Fähigkeiten der neuen US-Kampfjets F-35 gelangt. Die Türkei ist Partner beim Bau der F-35. Das Pentagon droht damit, die Türkei Ende Juli aus dem F-35-Programm zu werfen.

Wir haben eine Situation, in der die Türkei sehr gut zu uns war, sehr gut.

Die Türkei hat ihren von den USA betriebenen Rauswurf aus dem Programm zur Produktion und Nutzung des Kampfjets F-35 mit einer Warnung an den mächtigen NATO-Partner quittiert.

Ein Gesetz aus dem Jahr 2017 zwingt Trump, das Rüstungsgeschäft mit Russland mit einem Strauss von Sanktionen zu beantworten. Zur Begründung hieß es, der Kauf der S-400 untergrabe die Verpflichtungen der NATO-Mitglieder untereinander, sich von russischen Systemen fernzuhalten.

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