Unitymedia Übernahme durch Vodafone von der EU genehmigt

Firmenzentrale von Vodafon in Düsseldorf und Unitymedia in Köln

Unitymedia und Vodafone konkurrieren nicht im Kabelnetz, weil sich die Netze kaum überschneiden. Die Genehmigung sei an "die vollständige Umsetzung eines von Vodafone vorgelegten Pakets von Verpflichtungszusagen geknüpft", teilte die Kommission am Donnerstag in Brüssel mit. Ende Juni verbreiteten sich bereits erste Meldungen, nach denen die EU-Kommission Vodafones Antrag zur Unitymedia-Übernahme stattgeben wird, nun folgt deren offizielle Bestätigung.

In Deutschland entsteht damit ein bundesweit agierender Kabelnetzanbieter: Unitymedia versorgt die Kabelnetze in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg, Vodafone ist in den restlichen Bundesländern tätig. Der Telekommunikationskonzern öffnet dafür sein Kabelnetz in ganz Deutschland für den Konkurrenten Telefónica und gewährt TV-Sendern nach eigenen Angaben mehr Flexibilität und Unabhängigkeit. Zudem dürften die Gebühren für frei empfangbare Fernsehsender, die ihre Programme über das Kabelnetz von Vodafone in Deutschland übertragen, nicht erhöht werden. Der Zusammenschluss gefährde den Wettbewerb nicht.

Vodafone ist die neue Großmacht im deutschen Kabelgeschäft: Die EU-Kommission hat die 18,4 Milliarden Euro schwere Übernahme der Kabelnetze des Betreibers Liberty Global in Deutschland, Tschechien, Ungarn und Rumänien durch den Mobilfunkkonzern unter Auflagen gebilligt. Die Kabel spielen längst auch beim schnellen Festnetz-Internet eine entscheidende Rolle. Die Wettbewerber Deutsche Telekom und Telefónica Deutschland sahen die Fusion kritisch. Mit dem Zukauf steigt die Zahl der TV-Kunden von 7,7 auf 14 Millionen, die Zahl der Internetkunden von 6,5 auf zehn Millionen - viele Kunden haben sowohl einen Fernseh- als auch einen Internetvertrag. "Wir sind überzeugt, dass die Auflagen nicht ausreichen, negative Auswirkungen im Bereich der Medien- und Programmvielfalt abzuwenden", sagte ein Sprecher. Laut "Süddeutsche Zeitung" wäre Vodafone der zweitgrößte Festnetzanbieter Deutschlands und würde durch die Übernahme von Unitymedia rund 80 Prozent des deutschen Kabelmarktes halten.

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