Flixbus-Anbieter: Bald auch Mitfahrgemeinschaften

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München (Reuters) - Der Fernbus-Betreiber Flixmobility will hoch hinaus. Es ist die größte Finanzierungsrunde für ein junges deutsches Unternehmen überhaupt. "Das versetzt uns in eine Lage, in der wir alle Freiheiten haben, unsere Strategie umzusetzen und unsere Vision zu verfolgen, Flix zu einer globalen Mobilitätsplattform auszubauen", kommentiert Co-Founder Jochen Engert gegenüber Reuters. Dazu zählt auch Holtzbrinck Ventures: Der VC-Investor hält rund 10 Prozent an Flixbus, die auf Grundlage der neuen Bewertung inzwischen 200 Millionen Euro wert sind. Der Anfang 2018 aufgestellte Rekord von Auto1 mit einem 460 Millionen Euro-Investment vom japanischen Technologie-Investor Softbank wird damit gebrochen. Flixmobility wird nach Medienberichten nun mit immerhin zwei Milliarden Euro bewertet - ein doppeltes Unicorn sozusagen. Nach Angaben von Gründerszene ist General Atlantic weiterhin der größte Anteilseigner: Der vorherige Anteil von 36 Prozent dürfte aber rein prozentual deutlich geschrumpft sein. Flixmobility und die Investoren äußerten sich nicht zu den Zahlen.

Auf einen Börsengang, den man bereits geprüft hatte, werde man nach der aktuellen Runde in den kommenden Jahren verzichten, heißt es von den Gründern.

Der Flixbus-Anbieter will künftig auf dem Markt der Mitfahrgemeinschaftsdienste mitmischen. "Ich glaube, wir können die Wachstumsstory in dieser Größenordnung auch in den nächsten Jahren fortsetzen", sagte Engert. In Europa gebe es noch einige weiße Flecken im Flixbus-Netz. In den USA hat das Unternehmen in Kalifornien begonnen, zuletzt kamen Texas und die Ostküste hinzu. Spätestens 2020 sollten auch in Südamerika und in Asien die grünen Busse verkehren.

Flixtrain will Flixmobility kräftig ausbauen in Europa. Das neue Service Flixcar soll vor allem in der "First Mile" und "Last Mile" als Ergänzung zu den Angeboten Flixbus und Flixtrain dienen.

Eine der Marktgrößen auf Mitfahrgemeinschafts-Markt ist das französische Unternehmen "Blablacar".

In welchen Ländern Flixcar genutzt werden kann, ist noch nicht bekannt. "Wir sehen das als Zusatzangebot zu unserem Kerngeschäft".

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