Expansion geplant: App-Bank N26 wird zum wertvollsten deutschen Start-up

Die N26-Gründer Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal

N26 wolle pro Jahr einen oder zwei neue Märkte erschließen. "In den nächsten Jahren wollen wir auf einige Millionen Kunden wachsen", verdeutlichte Stalf im Gespräch mit den VN. Zudem steht die nächste Markteinführung in Brasilien an. Ziel für die kommenden Jahre: die Marke von 50 Millionen Kunden knacken. Darunter klingende Namen wie PayPal-Gründer und Facebook-Investor Peter Thiel oder Li Ka-Shing, der zweitreichste Mann Asiens.

Man plane auch hohe Investitionen in das organisatorische und strukturelle Wachstum des Unternehmens. N26 hat am Donnerstag die Erweiterung ihrer Series-D-Finanzierungsrunde um 170 Millionen US-Dollar (151,5 Millionen Euro) auf 470 Millionen US-Dollar (418,9 Millionen Euro) bekannt gegeben. Dabei haben alle Investoren, die bereits an der Finanzierungsrunde im Januar 2019 beteiligt waren, erneut in N26 investiert.

Die mobile Bank N26, die von den beiden Österreichern Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal im Jahr 2013 gegründet wurde, steigt zum wertvollsten Start-up Deutschlands auf. Bis heute hat N26 mehr als 670 Millionen Dollar erhalten. "Als Gesamtunternehmen sind wir noch nicht profitabel, weil wir viel Geld in die Expansion investieren. Kunden auf der ganzen Welt warten darauf, dass sich das Bankwesen endlich ändert, und wir freuen uns, N26 bei dieser globalen Transformation des Privatkundengeschäfts unterstützen zu dürfen", sagt James Fitzgerald, General Partner bei Valar Ventures aus New York. "Die Vorstellung, dass die besten Start-ups ausschließlich im Silicon Valley gegründet werden, hat ausgedient".

Konkret soll die Expansion in Europa, den USA und Brasilien vorangetrieben sowie in neue Funktionen investiert werden. Das ist eine Vision, für die man sehr viel Geld braucht", sagte Tayenthal, und: "Ein IPO ist ein Szenario, was wir uns in der Zukunft vorstellen können.

N26 war in den vergangenen Monaten heftig kritisiert worden, weil die Bank Probleme mit Betrügern hatte und Nutzer sich über einen schwer erreichbaren Kundenservice beschwert hatten.

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