Waldbrand in Portugal nicht unter Kontrolle

Portugal kämpft mit Waldbränden

Im Fernsehen beklagte sich ein Bewohner von Mação, es seien nicht genug Feuerwehrleute im Einsatz.

Lissabon - Im Zentrum Portugals sind mehr als 700 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Kampf gegen mehrere Waldbrände im Einsatz. 1300 Feuerwehrleute und 400 Fahrzeuge befanden sich am Sonntag in der Region Castelo Branco im Einsatz. Auch der Bürgermeister von Vila de Rei, Ricardo Aires, behauptete, es mangele an Personal und an Mitteln. Die Feuerwehr bekämpfte die Flammen in der schwer zugänglichen Region auch mit Löschflugzeugen und Hubschraubern.

Ein Zivilist wurde durch die Flammen schwer verletzt und per Hubschrauber in die 200 Kilometer südlich gelegene Hauptstadt Lissabon gebracht. Außerdem erlitten sieben Feuerwehrleute Verletzungen bei den Löscharbeiten, drei davon bei einem Zusammenstoß zweier Einsatzfahrzeuge.

Präsident Marcelo Rebelo de Sousa erklärte in einer Mitteilung seine "Solidarität mit den Hunderten, die gegen die Flammen kämpfen". Die Ortschaft Cardiga wurde nach Angaben des Zivilschutzes vorsorglich evakuiert.

Besorgniserregend sei die Lage in Vila de Rei, wo die Flammen am Sonntag noch ausser Kontrolle gewesen seien, hiess es.

Insgesamt wurde am Samstag in sechs Regionen im Zentrum und Süden Portugals die höchste Waldbrand-Warnstufe ausgerufen. Bei zwei verheerenden Bränden im Sommer und im Herbst 2017 starben dort 114 Menschen.

Grund für das hohe Waldbrandrisiko sind auch strukturelle Probleme. Stattdessen wird Eukalyptus angebaut, der in der Papierproduktion verwendet wird.

Dem Europäischen Waldbrand-Informationssystem (EFFIS) zufolge sind zwischen Januar und April dieses Jahres in Europa bereits mehr als 250.000 Hektar Land durch Waldbrände zerstört worden.

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