Deutsche Umwelthilfe: Viele Händler verweigern Annahme von Altgeräten

Deutsche Umwelthilfe: Viele Händler verweigern Annahme von Altgeräten

Bei Cyberport, Hornbach, Media Markt, Saturn und bei vielen weiteren Händlern konnte die Deutsche Umwelthilfe in einem Test keine Informationen zu den gesetzlichen Rückgabemöglichkeiten finden. Deshalb plädiert der Verein für eine Ausweitung der Rücknahmepflicht: Verbraucher sollten beim Kauf eines Gerätes ein ähnliches Altgerät kostenfrei zurückgeben dürfen. Media Markt und Obi verlangten für die Rückgabe eines Großgerätes widerrechtlich eine Gebühr, Toom und Hornbach nahmen die Großgeräte erst gar nicht zurück. Jeder zweite Händler verstieß gegen Hinweispflichten - 15 Händler verweigerten die Rücknahme von Elektroaltgeräten. In einigen Filialen, wie etwa bei Apple oder Toom, waren zwar Hinweise vorhanden, jedoch so versteckt, dass Kunden sie praktisch nicht wahrnehmen konnten. 15 Händler verweigerten die Rücknahme von Elektroaltgeräten.

"Drei Jahre hatte der Handel Zeit und noch immer gibt es eklatante Probleme bei der Information und Rücknahme von Elektroaltgeräten", kritisierte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Es werde hierzulande mehr Elektroschrott illegal entsorgt und exportiert als ordnungsgemäß gesammelt, so der Verein. Die DUH wird die für den Vollzug des ElektroG verantwortlichen Marktüberwachungsbehörden der Länder über die festgestellten Verstöße informieren und zum Handeln auffordern.

Es sei "inakzeptabel und geradezu fahrlässig, dass Discounter, die in großer Menge Elektrogeräte verkaufen, nicht zur Rücknahme von Elektroschrott verpflichtet werden". Er hält sogar ein Pfandsystem für umweltrelevante und kurzlebige Elektrogeräte wie Smartphones für "zwingend notwendig, um die Rückgabequote gerade dieser ressourcenintensiven Geräte zu erhöhen". Dies verweigerten Filialen von Conrad und Galeria Kaufhof. Nur bei vier der 55 untersuchten Händler habe die DUH geschulte Mitarbeiter, gute Verbraucherinformationen und insgesamt eine reibungslose Rücknahme erlebt. "Solange die für die Kontrolle des Elektrogesetzes zuständigen Landesbehörden untätig bleiben, wird die DUH die Einhaltung notfalls auf dem Rechtsweg durchsetzen", sagt Agnes Sauter, DUH-Leiterin für ökologische Marktüberwachung. "Das Missachten gesetzlicher Pflichten wird durch das völlige Fehlen behördlicher Kontrollen salonfähig gemacht. Positiv fielen uns zudem einzelne Filialen von Bauhaus und Globus auf, die ihre Kunden aktiv und selbsterklärend auf die Rückgabemöglichkeiten hinwiesen", erklärte der Stellvertretende DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft Philipp Sommer.

Mit einer Rücknahmemenge von 101.943 Tonnen im Jahr 2018 leistet der Handel bisher nur einen geringen Beitrag zur Sammlung von Elektroschrott.

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