Schwerer Zwischenfall: Südkoreas Militär feuert Warnschüsse gegen russisches Flugzeug

Südkoreas Luftwaffe stieg am Dienstag auf und feuerte mehrere Warnschüsse gegen ein russisches Flugzeug

Die russische Maschine sei am Dienstagmorgen (Ortszeit) in den Luftraum Südkoreas vor der Ostküste nahe der Felseninselkette Dokdo eingedrungen, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mit.

Ein russisches Militärflugzeug sei zweimal in den südkoreanischen Luftraum eingedrungen, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Nach Angaben des Militärs in Seoul drang das russische Flugzeug kurz nach 9.00 Uhr Ortszeit in den Luftraum über Dokdo ein - einer Insel, die auch von Japan beansprucht wird.

Ein russisches Militärflugzeug habe den Luftraum des ostasiatischen Landes verletzt.

Es war das erste Mal, dass die Verletzung des südkoreanischen Luftraums durch eine russische Militärmaschine bekannt wurde.

Zuvor habe der russische Bomber die sogenannte Luftverteidigungsindentifikationszone KADIZ an der Ostküste des Landes durchflogen und dabei bereits internationale Vereinbarungen verletzt. Die südkoreanischen Luftstreitkräfte ließen laut offiziellen Angaben nach dem ersten Verstoß eigene Kampfflugzeuge starten, die auch die Warnschüsse abgegeben hätten. Weitere Details waren zunächst unklar. Zuvor seien gemäß den Vorschriften auch Leuchtgeschosse abgefeuert worden. Das Flugzeug habe danach den südkoreanischen Luftraum verlassen, diesen aber etwa 20 Minuten später wieder erreicht, woraufhin ein weiterer Warnschuss abgegeben worden sei. Ob es sich um ein gemeinsames Manöver der russischen und chinesischen Streitkräfte handelte, war zunächst nicht bekannt. Seoul kündigte an, Vertreter der chinesischen und russischen Botschaften einzubestellen, um gegen die Verstöße zu protestieren. Diese Zone gehört nicht direkt zum Hoheitsgebiet, stellt aber einen Puffer gegen unberechtigtes Eindringen dar.

Südkorea hatte 2013 erklärt, seine eigene "Identifikationszone zur Luftverteidigung" (ADIZ) in südlicher Richtung zu erweitern. Es kommt nach Angaben Südkoreas immer wieder zu Verletzungen der Zone durch russische und chinesische Flugzeuge.

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