"Send her back": Donald Trump verteidigt Anhänger nach hasserfüllten Sprechchören

Greenville US-Präsident Donald Trump hat eine Wahlkampfveranstaltung zu neuen Beleidigungen und Attacken gegen die Demokratin Ilhan Omar und drei ihrer Parteikolleginnen genutzt - und seine Anhänger damit zu Hasstiraden angestachelt. Die Szene bei der Veranstaltung in North Carolina löste Empörung aus und brachte Trump zusätzlich Kritik ein. "Wir haben gesagt, dieser Präsident sei ein Rassist, wir haben seine rassistischen Äußerungen verurteilt. Er erinnert uns vielmehr auf unheimliche Weise an eine dunkle Zeit in der Geschichte unserer Nation". Omar selbst wählte als Replik auf Twitter eine klare Botschaft: "Ich bin da, wo ich hingehöre, im Haus des Volkes, und ihr werdet damit einfach klarkommen müssen" - wobei das englische "you" offen lässt, ob sie ihre Worte an die Menschenmenge in Greenville, den Präsidenten oder alle Amerikaner richtet. "Und nun hat es den Garten des Weißen Hauses erreicht". So warf Trump den vier dunkelhäutigen Politikerinnen vor, die USA zu hassen und forderte sie auf, in die Herkunftsländer ihrer Familien "zurückzugehen".

Trump schrieb auf Twitter, es sei interessant zu beobachten, wie "progressive" Demokratinnen, die ursprünglich aus Ländern mit katastrophalen, korrupten und unfähigen Regierungen kämen, den USA erklärten, wie die Regierung in den Vereinigten Staaten zu funktioniere habe. Der Präsident spottete, diese Orte brauchten den Rat dieser Frauen dringend, sie könnten gar nicht schnell genug aufbrechen.

Trump nannte keine Namen, spielte aber unmissverständlich auf junge Wortführerinnen der Demokraten wie Alexandria Ocasio-Cortez, Ilhan Omar, Rashida Tlaib und Ayanna Pressley an. Ilhan Omar, Trumps "Lieblingsfeindin" und erste muslimische Abgeordnete, kam zwar in Somalia auf die Welt, wurde aber schon als Teenager in den USA eingebürgert.

Rashida Tlaib wurde in den USA geboren und hat palästinensische Wurzeln. "Wir sind, wie Demokratie aussehen sollte", twitterte die Abgeordnete Ayanna Pressley. Das Ergebnis von Trumps "Ratschlägen" war ein Aufschrei - viele warfen dem Präsidenten Rassismus vor. Das halten politische Beobachter für durchaus möglich: "Was er hier macht, ist schrecklich, aber es ist erfolgreich", sagte Terry Sullivan, der den republikanischen Präsidentschaftswahlkampf 2016 von Senator Marco Rubio leitete, und Trump mehrfach heftig kritisiert hatte. Tatsächlich hatte Trump kurz pausiert und war einen Schritt von seinem Rednerpult weggetreten, während die Menge "Schickt sie zurück!" rief. Senatorin Warren bezeichnete Trumps Äußerungen ebenfalls als "rassistisch und fremdenfeindlich".

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