Jetzt nimmt sich Amerikas Regierung Google & Co vor

Schon lange wird darüber diskutiert ob einige Plattformen nicht zu groß und mächtig geworden sind

Auch Facebook wird von den angekündigten Wettbewerbsuntersuchung betroffen sein. Namen werden nicht genannt - aber es ist realtiv klar, dass es zumindest um Facebook, Amazon und Google gehen wird. In Europa stehen Google und Amazon schon seit längerem im Mittelpunkt von Wettbewerbsverfahren der EU-Kommission. Das Silicon Valley gilt traditionell als grösstenteils liberal. Man werde Fragen zu dem Verhalten in den Bereichen Suche, soziale Medien und bei einigen Einzelhandelsdiensten nachgehen. Allerdings berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Ministeriumskreise, es sollten unter anderem Facebook, Amazon, Google und Apple unter die Lupe genommen werden.

US-Präsident Trump kommt die Untersuchung auch politisch gelegen. Seit längerem wirft Trump den Silicon Valley-Firmen vor, konservative Stimmen zu benachteiligen. Eine Kartelluntersuchung im Präsidentschaftswahlkampf 2020 könnte den Druck auf die Plattformen verstärken, Trumps Anhängern mehr Platz einzuräumen. Der Milliardär besitzt auch die Tageszeitung "Washington Post", die für kritische Berichterstattung gegenüber US-Präsident Donald Trump bekannt ist.

Als ein Paradebeispiel gilt Facebook: Das Online-Netzwerk wurde in den vergangenen Jahren immer größer, während kleinere Konkurrenten einer nach dem anderen aus dem Geschäft gingen.

Diese Zukäufe wurden seinerzeit von den Wettbewerbshütern bewilligt.

Offizielles Ziel ist eine Einschätzung der "Wettbewerbssituation im Online-Markt". Da die meisten Dienste, die Google und Facebook Verbrauchern anbieten, gebührenfrei sind, und Amazon bei vielen Waren und Onlinediensten Preissenkungen herbeigeführt und komfortable Lieferung etabliert hat, passt der Maßstab nicht so recht. Das Bewertungs-Portal Yelp bezichtigt Google schon seit Jahren, ein Geschäft mit Inhalten der Firma aufgebaut zu haben.

Im bisher grössten Wettbewerbsverfahren in der Tech-Industrie vor rund zwei Jahrzehnten ging es um Microsoft. Das US-Justizministerium argumentierte, dass angesichts der dominierenden Marktposition von Windows Browser-Rivalen wie Netscape durch diese Praxis aus dem noch neuen Markt gedrängt wurden. Am Ende einigten sich das Justizministerium und Microsoft auf mildere Auflagen.

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