Nitrat im Grundwasser: EU setzt Deutschland letzte Frist | BR24

850.000 Euro Bußgeld pro Tag- Nitrat im Grundwasser EU setzt Deutschland letzte Frist. Ein Landwirt düngt auf dem 1055 Meter hohen Auerberg vor dem Panorama der Alpen eine Wiese mit Gülle

Die EU-Kommission setzt Deutschland eine letzte Frist: Binnen zwei Monaten muss die Bundesregierung überzeugende Vorschläge zur Senkung der Nitrat-Belastung präsentieren, sonst wird's teuer. Konkret: bis zu 850.000 Euro - täglich.

Die EU-Kommission fordert von Deutschland binnen zwei Monaten Nachbesserungen bei der Düngemittelverordnung.

Der Streit um den Grundwasserschutz währt schon mehrere Jahre. Die Bundesrepublik habe über Jahre hinweg zu wenig gegen Überdüngung mit Gülle und Verunreinigung des Grundwassers durch Nitrat unternommen, urteilten die Luxemburger Richter damals. Hält die Regierung sich nicht daran, droht eine hohe Strafe. Erschwerend kommt hinzu: Bei Bauern stießen die verschärften Düngeregeln auf erheblichen Protest - sie warnen vor einer Unterversorgung von Kulturpflanzen.

"Die Kommission war offensichtlich der Auffassung, dass wir nicht schnell genug sind", sagte Flasbarth nun zu dem erneuten Druck aus Brüssel. Deshalb verstoße die Bundesrepublik noch immer gegen die Nitrat-Richtlinie, teilte die Kommission am Donnerstag in Brüssel mit. Dabei geht es unter anderem darum, "rote Gebiete" auszuweisen, in denen die Belastung besonders hoch ist und strengere Regeln für das Ausbringen etwa von Gülle gelten sollen.

Nitrat in Gewässern und im Grundwasser stammt meist aus Gülle der Landwirtschaft. Jedoch sammeln sich Rückstände im Grundwasser, sowie in Bächen, Flüssen und im Meer an, wenn zu viel Dünger verwendet wird. Durch chemische Prozesse wird aus Nitrat Nitrit, das für Menschen schädlich sein kann.

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