Goldabkommen der Zentralbanken wird nicht erneuert

Zürich (awp) - Das Goldabkommen führender europäischer Notenbanken wird nicht verlängert.

Grund ist laut EZB, dass der Markt inzwischen reifer und liquider ist und über eine breitere Investorenbasis verfügt. Damit gibt es ab September 2019 keine offizielle Koordinierung von Goldverkäufen durch Zentralbanken mehr.

Das erstmals 1999 abgeschlossene Abkommen sollte verhindern, dass einzelne Notenbanken massiv Gold verkaufen und es dadurch am Goldmarkt zu Verwerfungen kommt. Die am Abkommen beteiligten Zentralbanken hätten seit 10 Jahren kein Gold mehr verkauft und hätten dies auch nicht vor. Seitdem sei der Goldpreis um das Fünffache gestiegen, schreibt die EZB. Derzeit plane keine der unterzeichnenden Notenbanken Verkäufe des Edelmetalls. Zu den beteiligten Notenbanken gehörten zuletzt unter anderem die Bundesbank, die schwedische Riksbank, die Notenbanken der Schweiz, der Niederlande und die Österreichische Nationalbank.

In der EZB-Erklärung heißt es, die Zentralbanken betrachteten Gold weiterhin als einen wichtigen Bestandteil der monetären Reserven, weil es zu deren Diversifizierung beitrage. Insbesondere zur Diversifikation ihrer Anlagen.

2004, 2009 und 2014 wurde das Abkommen jeweils verlängert, jeweils mit graduell gelockerten Bedingungen.

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