Italienisches Rettungsschiff: "Gregoretti" legt auf Sizilien an

Innenminister Salvini von der rechten Lega Partei verweigerte der Gregoretti die Einfahrt in einen italienischen Hafen

Auch der Papst mischt sich in die Debatte ein.

Italiens Regierung hat einem Schiff der italienischen Küstenwache mit Flüchtlingen an Bord verboten, in Lampedusa anzulegen, berichten am Freitag italienische Medien. In der Nacht auf Sonntag legte die Gregoretti im Hafen der sizilianischen Stadt Augusta an, wie der italienische Transportminister Danilo Toninelli erklärte. Nun warte Italien auf eine Antwort der EU, "weil die Migrationsfrage den ganzen Kontinent betrifft". Der "Gregoretti" verweigerte das italienische Innenministerium aber die Einfahrt in einen italienischen Hafen. Am Samstagabend, als das Schiff schon vor Catania lag, durfte eine schwangere Frau zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei kleinen Kindern an Land gehen.

Nach einem Verbot des italienischen Innenministeres Matteo Salvini hat ein Rettungsschiff der italienischen Küstenwache nun doch auf Sizilien angelegt. Der Fall der "Gregoretti" erinnert an den des Küstenwachenschiffs "Diciotti" im vergangenen Sommer.

Papst Franziskus rief die internationale Gemeinschaft vor Gläubigen auf dem Petersplatz auf, schnell und entschieden zu handeln, um Tragödien im Mittelmeer zu verhindern. 67 Leichen seien bislang geborgen worden, sagte Osama al-Fadhili, Leiter des Roten Halbmonds in der Hafenstadt Al-Chums, der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. 160 der Insassen seien gerettet worden, 138 würden noch vermisst. Am selben Tag hatte sich vor der libyschen Küste eine Flüchtlingstragödie ereignet, bei der bis zu 200 Tote befürchtet werden. Al-Fadhili zufolge waren 360 Menschen an Bord des Bootes, das bei dem Versuch, nach Europa zu fahren, in zwei Teile zerbrochen sei. Der libyschen Küstenwache zufolge wurden nach dem Unglück 115 Migranten vermisst. Laut libyscher Küstenwache waren nur 250 Menschen an Bord. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR sind in diesem Jahr bereits mehr als 34 000 Flüchtlinge auf dem Seeweg nach Europa gekommen. Salvini bekräftigte aber, dass die anderen Flüchtlinge erst in Italien von Bord gehen dürften, wenn andere EU-Länder bereit seien, sie aufzunehmen. Im Fokus der Auseinandersetzungen stehen unter anderen die Schiffe der deutschen Hilfsorganisationen Sea-Watch und Sea-Eye, denen jeweils das Einlaufen in die Häfen Italiens oder Maltas untersagt wurde.

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