Sporthändler Voswinkel schließt 22 Filialen

Sporthandelskette Voswinkel schließt 22 Filialen- auch Dortmund ist betroffen

Die angeschlagenen Sporthandelskette Voswinkel hat am Freitagnachmittag (26.07.2019) in Dortmund angekündigt, 22 ihrer 72 Filialen in Deutschland zu schließen.

Die Filiale im Loom soll bleiben, heißt es von Voswinkel.

Insgesamt seien 275 Arbeitsplätze betroffen, teilte die zur Intersport-Gruppe gehörende Sporthandelskette mit. Diese Sonderform des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung steht Unternehmen offen, die Aussicht auf eine Sanierung haben. Den Geschäftsbetrieb konnte Voswinkel seitdem ohne Einschränkungen fortführen. Den Sanierungsplan will das defizitäre Unternehmen in Kürze beim Amtsgericht einreichen, wie Voswinkel am Montag mitteilte. Die Restrukturierungsmaßnahmen sähen auch die Beendigung der Mietverträge von 21 Filialen zum 31. Oktober 2019 vor. Neben den beiden Stuttgarter Standorten sollen folgende Häuser geschlossen werden: Baunatal, Berlin (zwei Filialen), Bielefeld, Cuxhaven, Dietzenbach, Duisburg, Düsseldorf, Hagen, Hamburg, Hannover, Hildesheim, Koblenz, Köln, Lübeck, Münster, Oldenburg, Recklinghausen und Wiesbaden. Der Mietvertrag des Voswinkel-Hauses in Wuppertal wird zum 31. März 2020 beendet. Im Warenverteilzentrum in Bochum und in der Zentrale in Dortmund ist eine umfangreiche Reorganisation vorgesehen. Doch man bemühe sich weiterhin, für die betroffenen Filialen einen Käufer zu finden und so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir nach der Sanierung, also ab Ende Oktober, wieder gut am Markt aufgestellt sind und wieder erfolgreich agieren können".

Die Löhne und Gehälter der Voswinkel-Mitarbeiter werden seit dem 25. Juli wieder vom Unternehmen gezahlt. In den zurückliegenden drei Jahren fuhr das Unternehmen Verluste ein. Als Gründe für die Schieflage nannte das Unternehmen sinkende Kundenzahlen in den Filialen und die damit verbundenen Umsatzrückgänge, den erhöhten Wettbewerbsdruck durch den Onlinehandel und durch Discounter sowie die Belastungen durch Filialen, die schlechter liefen als erwartet.

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