Apple löst sich aus der iPhone-Abhängigkeit

Daten-Umzug

Apple wird damit besser darin, die anhaltenden Rückgänge im iPhone-Geschäft durch Zuwächse in anderen Bereichen auszugleichen.

Apple hat im letzten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Apple gelang es aber dennoch, den Konzernumsatz um ein Prozent auf 53,8 Milliarden Dollar zu steigern. In den vergangenen Jahren war das meist zwei Drittel des Umsatzes gewesen. In den vorangegangenen beiden Quartalen musste Apple in China noch jeweils Umsatzrückgänge von mehr als 20 Prozent hinnehmen.

Apple hat mit seinen am Dienstag nach Börsenschluss vorgelegten Quartalszahlen die Erwartungen übertroffen.

"Dies war unser größtes Juni-Quartal aller Zeiten - getrieben von einem Rekordumsatz mit Dienstleistungen, einem beschleunigten Wachstum mit Wearables, einer starken Leistung mit iPad und Mac und einer deutlichen Verbesserung der iPhone-Trends", erklärte Cook. Dazu gehören der Streaming-Service Apple Music, der Bezahldienst Apple Pay und iCloud-Speicherplatz auf Apples Servern.

Im immer wichtigeren Geschäft mit Dienstleistungen gab es diesmal ein Umsatzplus von 13 Prozent auf 11,5 Milliarden Dollar. Apple hat inzwischen 420 Millionen Abo-Kunden in seinen verschiedenen Angeboten. Hier punktet vor allem das Geschäft mit Apple Watch, den vernetzten Lautsprechern sowie weiterem Zubehör wir den drahtlosen Kopfhörern. Die Analysten hatten nur 53,39 Milliarden US-Dollar erwartet. Apple nennt keine Absatzzahlen für seine Geräte, bei der Watch war aber von "Millionen" neuen Nutzern die Rede - im vergangenen Quartal seien drei Viertel der verkauften Uhren an Erstkäufer gegangen. Die iPhone-Umsätze sind unterdessen schon seit mehreren Quartalen rückläufig nach schwächeren Verkäufen in China sowie einer Abkühlung des Smartphone-Marktes insgesamt.

"Wir sind tatsächlich auf dem chinesischen Festland gewachsen", sagte Konzernchef Tim Cook der Nachrichtenagentur Reuters. Der Konzern schloss das Quartal mit Reserven von 211 Milliarden Dollar ab - obwohl allein in dem Vierteljahr 21 Milliarden Dollar an Anteilseigner gingen, vor allem durch Aktienrückkäufe. Analysten prognostizierten bisher etwas mehr als 61 Milliarden Dollar. Im Vorjahresquartal waren es 62,9 Milliarden Dollar gewesen.

Insgesamt kamen die Zahlen an der Börse gut an, der Aktienkurs notierte im nachbörslichen Handel zeitweise mehr als vier Prozent im Plus. US-Präsident Donald Trump hatte die Regierung in Peking zuletzt gewarnt, sie könne am Ende ohne Abkommen mit Washington dastehen. "Baut sie in den USA, keine Zölle", schrieb Trump bei Twitter.

Vor einigen Monaten startete der Konzern außerdem Apple News+, ein Online-Portal für Zeitschriften und Zeitungen, und für den Herbst ist das Debüt des Videodienstes Apple TV+ geplant, der mit Netflix konkurrieren soll.

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