Düsseldorfer Rheinbad ab sofort mit Videoüberwachung

Freibad

Künftig gilt für die Besucher eine Ausweispflicht. Die Videoüberwachung solle ein Sicherheitsgefühl herstellen.

Nachdem nordafrikanische Jugendliche wiederholt im Düsseldorfer Rheinbad randalierten und für Polizeieinsätze sorgten, führt die Stadt eine Ausweispflicht für sämtliche Badegäste ein. Im Bild: ein eher ruhiger Tag im Freibad. Die Polizei hatte das Freibad am Freitag zum wiederholten Mal geräumt, nachdem eine größere Gruppe von jungen Männern Sprungbrett und Rutsche in Beschlag genommen hatten.

Dies kündigte Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel bei einer Pressekonferenz an. Die Störenfriede haben deutsche Pässe. Nach Angaben der Polizei wurde der Jugendliche in Deutschland geboren und hat einen afrikanischen Migrationshintergrund. Der 27-jährige Deutsche habe eine Polizistin beleidigt, als er das Bad verlassen sollte. Gegen sie wurde ein Hausverbot verhängt, die Polizei ermittelt gegen sie. Die per Notruf alarmierte Polizei hatte in der Sommerhitze etwa 1.500 Besucher aus dem Becken und von den Wiesen nach Hause geschickt. Geisel sagte, nach dem, was er gesehen habe, habe eine Gruppe "offenbar wahrscheinlich nordafrikanischer Herkunft" unter anderem "vorübergehend eine Rutsche in Beschlag genommen". Der Hinweis auf Haus- und Baderegeln wurde nicht beachtet.

Laut Geisel wird es ab sofort Armbändchen für alle Besucher geben.

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Entspanntes Sommerplanschen am Montag im Düsseldorfer Rheinbad. Seit Sontag muss sich jeder Besucher im Rheinbad ausweisen können.

Ein weiteres Treffen von Bäderleitung, Oberbürgermeister und Polizeipräsident ist für diesen Montag geplant.

Zu den weiteren Maßnahmen zählen neben der Ausweispflicht in dem Freibad auch eine Überwachung mit Videokameras sowie der Einsatz von Sicherheitspersonal. Gegenüber dem ZDF-"Morgenmagazin" betonte Geisel: "Bisher sind uns Probleme dieser Art nur beim Rheinbad bekannt".

Der Staatssekretär des Bundesinnenministeriums sprach gegenüber der Rheinischen Post trotzdem von Gewalt: Krings sagte, die örtlichen Behörden müssten alles ihnen Mögliche tun, "um die Bevölkerung vor Randalierern und Gewalt in Freibädern zu schützen". "Den Eindruck zu erwecken, dass marodierende Banden sich der Bäder bemächtigen, ist einfach nicht zutreffend". Die Sicherheit müsse aber selbstverständlich gewährleistet sein. "Zudem wäre im Bedarfsfall eine sofortige Abschiebung von vollziehbar ausreisepflichtigen Beteiligten ein Schritt zur Rückkehr von mehr Ordnung in den Freibädern", so AfD-Fraktionsvorsitzender Markus Wagner.

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