Embryo aus Mensch und Tier:Japan erlaubt Geburt von Mischwesen

Am Salk Institute in den USA wurden bereits 2017 Experimente mit Schwein-Mensch-Hybriden unternommen.
Bildrechte Salk Institute

Ein japanischer Stammzellenforscher darf Tierembryonen mit menschlichen Zellen anreichern und diese Mischwesen von Tieren austragen lassen - all das mit Erlaubnis und sogar Förderung der japanischen Regierung. Das berichtet unter anderem die Nachrichtenseite des Fachjournals "Nature".

Bei den menschlichen Zellen, die in die Tiere eingepflanzt werden sollen, handelt es sich um sogenannte iPS-Zellen (induzierte pluripotente Stammzellen). Der Wissenschaftler der Universität Tokio plant zunächst Zellen von Ratten und Mäusen mit menschlichen zu vermischen. Ziel der Forscher sei es, Organe in den Chimären zu erschaffen, die ausschließlich aus menschlichen Zellen bestehen. Dort sollen sie bis zum 14,5. Tag heranwachsen.

Kritiker bezweifeln, ob Nakauchis Verfahren zum gewünschten Ergebnis führt.

Schon seit einiger Zeit experimentieren Wissenschaftler in verschiedenen Ländern mit Mischwesen aus Mensch und Tier. Maximal 14 Tage durften entsprechende Embryonen im Muttertier heranwachsen. Ausgetragen wurde ein Chimäre bislang noch nie. Das ändert sich nun. Erst im Frühjahr hat Japan seine Regelungen gelockert und so den Weg frei gemacht, menschliche Stammzellen in Tiere einzupflanzen.

Nakauchi ist der erste Forscher, der von den Änderungen profitiert, will es aber offenbar langsam angehen lassen. Offiziell vom Wissenschaftsministerium genehmigt werden die Versuche wohl im August. Ein Expertengremium hat sich aber bereits dafür ausgesprochen. Die Organe der Tiere seien dann fast vollständig ausgebildet.

Zwar sind Mensch-Tier-Hybride nicht ganz neu. Das sind Zellen, die in ein frühes Entwicklungsstadium zurückversetzt worden sind und dann wieder in jede Art von Gewebe und damit auch in verschiedene Organe entwickelt werden können.

Die menschlichen iPS-Zellen, mit denen die Ratten und Mäuse bestückt werden sollen, sollen sich zunächst zu Bauchspeicheldrüsen entwickeln.

Seit Jahren versuchen Forscher Organe zu züchten, die mit dem menschlichen Körper kompatibel sind. Eine Angst ist, dass die menschlichen Zellen nicht nur die Organe, sondern auch die Gehirnzellen verändern könnten. Wegen der genetischen Unterschiede hatte das Schwein die menschlichen Zellen so weit wie möglich eliminiert. In den USA etwa ist die Finanzierung der Forschung dazu seit 2015 per Moratorium untersagt. Das Problem hofft er nun mithilfe von Gentechnik zu lösen.

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