Planetenjäger-Teslskop entdeckt "Super-Erde" — NASA-Entdeckung

Diagramm des Systems um den 73 Lichtjahre entfernten Stern TOI-270 im Vergleich zur Erde

"Wir bezeichnen GJ 357 b als sogenannte heiße Erde", erklärte Stefan Dreizler vom Institut für Astrophysik der Universität Göttingen. GJ 357 b ist etwa 22 Prozent größer als die Erde und umkreist seinen Stern elfmal näher als der sonnennächste Planet Merkur unser Zentralgestirn. Sie zählen zu den kleinsten und unserer Erde am nächsten gelegenen Exoplaneten, die bisher bekannt sind. Warum es diese Lücke gibt, ist jedoch bisher rätselhaft. Dieser könnte sowohl eine felsige Zusammensetzung haben, aber auch eine Wasserwelt sein, wie sie in der Fachzeitschrift "The Astrophysical Journal Letters" berichten.

Ein bisher unbekanntes Planetentrio umkreist einen Stern 31 Lichtjahr von der Erde entfernt.

Cambridge/Wien. Nasas Planetenjäger TESS (Transiting Exoplanet Survey Satellite) hat gleich drei neue Welten entdeckt. Demnach ist der innerste Planet TOI-270b wahrscheinlich eine Supererde.

Schaut man auf unser Sonnensystem, klafft in der Größe der Planeten eine auffällige Lücke zwischen den inneren Gesteinsplaneten und den äußeren Gasriesen. "Er gehört damit zu einer deutlich anderen Planetenpopulation als die beiden äußeren Planeten TOI-270c und d", so die Forscher. Die Astronomen vermuten jetzt, dass es noch mehr Planeten in seiner habitalen Zone geben könnte, der Zone, die erdähnlich wie die ist, in dem der Sub-Neptun liegt.

Das aber bedeutet: Die drei Planeten in diesem System liegen direkt beiderseits der rätselhaften Radiuslücke in der Exoplaneten-Größenverteilung.

Der Neptun-ähnliche TOI 270d befindet sich auf der äußersten Bahn vermutlich in einer gemäßigten Zone. Allein auf Basis der TESS-Daten konnten die Astronomen diese noch nicht bestimmen.

Orbitaldiagramm der Planeten der bislang bekannten Planeten um TOI-270. "DAs ist wirklich interessant, weil es uns erlaubt, ihr dynamisches Verhalten zu studieren". Dafür bietet das Planetensystem mit seinem relativ hellen, aber ruhigen Stern nahezu ideale Voraussetzungen, so die Astronomen.

Gibt es weiter außen noch unentdeckte Erdzwillinge?

Zwar liegen alle drei Planeten mit einer Umlaufzeit von 3,2, 5,6 und elf Tagen zu weit innen für die habitable Zone. "Auch beim Stern TRAPPIST-1 wurden zunächst nur drei Planetensignale entdeckt, die sich dann als Teil einer Resonanzkette aus sieben Planeten erwiesen haben".

Weitere Beobachtungen sollen den Astronomen zufolge mit dem James Webb-Weltraumteleskop durchgeführt werden, dessen Start für 2021 anberaumt ist. "TOI-270 ist ein wahres Disneyland für die Exoplanetenforschung", sagt Günther. "Es gibt eine ganze Menge kleiner Puzzleteile, die wir mit diesem Planetensystem lösen könnten".

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